Kreisbote im Gespräch mit drei neuen Auszubildenden

Beginn eines neuen Lebensabschnitts

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Felix Trautwein (vorne) und Julian Balzat freuen sich über ein gemeinsames Übungsprojekt, bei dem sie nach ihren eigenen Worten „schon gefordert werden“.

Kaufbeuren – Nach den Sommerferien hat für viele junge Menschen in unserer Region ein neuer Lebensabschnitt begonnen: eine Berufsausbildung. Je nach Beruf ergeben sich damit im täglichen Ablauf durchaus erhebliche Unterschiede zum vorherigen Schulleben.

Der Kreisbote sprach mit Azubis bei der Firma Dobler über ihre ersten Eindrücke im Berufsleben. Allein im gewerblichen Bereich beschäftigt das Unternehmen nach den Worten von Ausbildungsleiter Daniel Blaubach derzeit rund 100 Auszubildende. 

Nikolai Kiechle hat sich für den Beruf des Betonfertigteilbauers entschieden. Der 19-Jährige mit qualifizierendem Mittelschulabschluss begann seine Ausbildung bereits im August, nachdem er im April ein Praktikum absolviert und sich danach eine dreimonatige Ferienarbeit angeschlossen hatte. „Es ist anfangs etwas schwieriger, früh aufzustehen, aber ich habe mich schon daran gewöhnt“, so der Auszubildende. 

Für ihn war von Anfang an klar, dass er etwas „Handfestes“ machen wollte. Sicherlich sei es eine Umstellung von der Schulbank auf körperliche Arbeit, aber die Tätigkeit mache ihm viel Freude. „Es macht mich stolz, eine fertige Wand zu sehen, an der ich mitgearbeitet habe“, berichtet der zukünftige Facharbeiter. Und Pläne für die Zukunft sind schon im Hinterkopf verankert: Eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker schließt er ebenso wenig aus wie eine schulische Ausbildung an der Beruflichen Oberschule mit Fachhochschulabschluss. 

Entscheidung in der achten Klasse 

Felix Trautwein und Julian Balzat haben ihre Ausbildung zum Bauzeichner mit Schwerpunkt Architektur erst vor wenigen Tagen begonnen. Beide hatten zum Teil mehrere unterschiedliche Praktika absolviert, bevor sie ihre Ausbildung antraten. 

Doch für die 16-Jährigen mit Realschulabschluss war schnell klar, dass diese Ausbildung zu ihnen passt. „Ich hatte immer ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und nach einem Praktikum in der achten Klasse wusste ich, dass der Beruf gut zu mir passt“, so der in Kaufbeuren wohnhafte Felix, „ich glaube, dass ich alles richtig gemacht habe“. Die Berufsoberschule ist für ihn zwar ein Ziel, aber vorrangig ist zunächst eine gute Ausbildung. 

Auch Mitstreiter Julian äußert sich ähnlich. Er war durch die Ausbildungsmesse in Bad Wörishofen erstmals und bald darauf durch ein Praktikum mit seinem jetzigen Ausbildungsbetrieb in Kontakt gekommen. In der achten Klasse mit dem dort angesiedelten Schulfach „Technisches Zeichnen“ war ihm klar geworden, dass er sich diesen Beruf wünschte. 

„Der Eindruck von den Praktika hat sich bestätigt und es gefällt mir sehr gut“, so der aus Amberg stammende Auszubildende. Weitere Zukunftspläne schmiedet er noch nicht: Erst mal steht die Ausbildung im Vordergrund.

von Wolfgang Becker

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