Vielfältiger Spaß

Pforzener Faschingsumzug glänzt mit Einfallsreichtum und (Selbst-)Ironie

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FZB-Präsidentin Carolin Schmid läutet mit der FZB-Narrenkappe den Umzug ein.
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Burgo der Drache heizt den Besuchern ein.
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Pforzen – Zahlreiche Besucher feierten am vergangenen Wochenende gemeinsam in bester Laune die Pforzener Fastnacht. Am bunten und friedlichen Faschingsumzug beteiligten sich 40 Umzugsgruppen, die viel Kreativität bei der Gestaltung der Auftritte, Umzugswagen und Kostüme bewiesen – und zu den Themen Wirtschaft, Politik und Umweltschutz auf unterhaltsame Weise so manch kritisches Statement setzten.

Die Mädels der SVO und der FZB (Fastnachtszunft Burgenstadl) legten sich mit ihren Garden ordentlich ins Zeug und das Prinzenpaar Prinzessin Annika I. und Prinz Philipp I. begrüßte das Volk, während an anderer Stelle nach Pforzens next „Christbusch“ gesucht wurde – diesmal vorzugsweise mit einer gescheiten Spitze. Auch das Marktoberdorfer Krankenhaus, das sich vehement gegen sein Schicksal wehrt und sich so gar nicht sprengen lassen will, hatte seinen Auftritt. Daneben zogen (beziehungsweise flogen) menschliche Drohnen vorbei, die sich fleißig um die eigene Achse drehten, wie die Drohne „kf.bosse“, die „Zinnecker country“ überwacht.

Die Ölscheichs wurden ordentlich geärgert, als man sich pro E-Mobilität positionierte, indem propagiert wurde: „Strom statt Öl ist die Devise und stürzt die Ölscheichs in die Krise“. Auch Atomkraftgegner fanden sich unter dem Motto „so schön verstrahlt“ zusammen.

Das aktuelle politische Geschehen wurde ebenfalls munter durch den Kakao gezogen, als es zum Beispiel um die feierliche Beerdigung der Jamaika-Koalition (Landsknechtstrommler Kaufbeuren) ging oder der türkische Präsident im fahrbaren „Hotel“ Erdogan („Ärger an der 'Recep'-tion“) um die Ecke kam, das sich bei näherer Betrachtung als Gefängnis entpuppte.

Ebenso beeindruckend wie imposant war auch der Auftritt von Burgo dem Drachen (Faschingsfreunde Xaver Blösch), der in seiner professionellen und aufwendigen Gestaltung sogar Feuer spucken konnte. Da ließ sich auch Staatssekretär Franz Pschierer als Ehrengast das bunte Treiben nicht entgehen.

von Mahi Kola

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