Neue Abteilung und Ingenieurbüros arbeiten an 17 Kilometer Ausbaustrecke

Vierspurige B12: Ein Drittel in der Planung

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Bertoldshofen soll durch den Ausbau deutlich entlastet werden.

Marktoberdorf/Kaufbeuren – Ein Drittel des 53 Kilometer langen Abschnitts, auf dem die B12 zwischen Kempten und Buchloe vierstreifig ausgebaut wird, steckt bereits im Stadium der Planung. Dabei handelt es sich um die zwei Etappen am Anfang und am Ende, nämlich um die zwischen Kempten und Wildpoldsried sowie zwischen Jengen und Obergermaringen. Insgesamt ist der Bereich in sechs Planungsabschnitte eingeteilt.

Beim Mobilitätsdialog im Landratsamt informierte Markus Kreitmeier, der beim Bauamt Kempten der Bereichsleiter für den Straßenbau ist, über den aktuellen Stand. Seit Februar 2018 gibt es in der Behörde eine eigene Planungsabteilung für große Straßenbauprojekte mit Thomas Hanrieder als Abteilungschef. Diese Mitarbeiter konzentrieren sich ausschließlich auf Maßnahmen im Bedarfsplan für die Bundesstraßen und dabei vor allem um die ­B12. Das Staatliche Bauamt ist für vier Landkreise im Allgäu zuständig.

Markus Kreitmeier erwähnte ebenso wie Landrätin Maria Rita Zinnecker, dass allein für Straßenbaumaßnahmen im Bereich Marktoberdorf 75 Millionen Euro aufgewendet werden. Dies sind die östliche Umgehung für Marktoberdorf im Zuge der B16 sowie der Ausbau der B472 mit dem Tunnel bei Bertoldshofen und mit der Verbreiterung bis zur Ausfahrt Bidingen-Ob.

Auf der B472, die drei Streifen erhält, werden heuer zwei Brücken erstellt. Diese Bauwerke sind bereits ausgeschrieben. Auch beim Tunnel nördlich von Bertoldshofen sollen im zweiten Halbjahr die Arbeiten aufgenommen werden. Nahezu fertig ist die Brücke über die Geltnach.

Begehungen vor Ort

Was den vierspurigen Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe angeht, so sind nach den Worten Kreitmeiers 2017 „wichtige Bausteine“ erledigt worden. Dazu zählen die Raum­empfindlichkeitsanalyse sowie eine faunistische Untersuchung. Aktuell werden zur Vegetationsperiode die naturschutzfachlichen Erhebungen und Begehungen vorgenommen.

Parallel dazu wird laut Kreitmeier am Verkehrsgutachten gearbeitet. Dabei werden in den Kommunen, die vom Ausbau räumlich betroffen sind, alle Entwicklungen zur Bevölkerungszahl und zum Gewerbe abgefragt. Die Zahlen münden in die Prognose zum Verkehrsaufkommen für das Jahr 2030.

Kreitmeier geht davon aus, dass 2021 auf dem Abschnitt zwischen Buchloe und Obergermaringen mit dem Bau begonnen wird. Dies sei ein „ehrgeiziges Ziel“. Im besten Fall könnten Autos, Busse und Lastwagen 2024 dort auf vier Spuren unterwegs sein.

jj

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