Jahreshauptversammlung beim DLRG Kreisverband Kaufbeuren/Ostallgäu e.V.

"Es muss weitergehen"

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Für besondere Verdienste und langjährige Vereinszugehörigkeit konnten zahlreiche Mitglieder der DLRG geehrte werden, darunter auch Alt-Oberbürgermeister Rudolf Krause (zweiter von links) der schon seit stolzen 70 Jahren der DLRG als Mitglied angehört.

Kaufbeuren – Die Trauer, Bestürzung und Fassungslosigkeit über den plötzlichen und unerwarteten Tod ihres ersten Vorsitzenden Werner Seibt war bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Kreisverband Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. nicht zu übersehen.

Wie übereinstimmend immer wieder hervorgehoben wurde, war Seibt nicht nur ein „äußerst engagierter Vorsitzender“, sondern auch eine „wertvolle und wichtige Säule“ des Kreisverbandes. Er war „Ideengeber, Antreiber und Macher in einer Person und dazu ein wahrer Freund und guter Kamerad. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht so schnell zu schließen sein wird“. 

Und so beantwortete Stefan Bahner in seiner Funktion als gewählter stellvertretender Vorsitzender gleich zu Beginn die oft gestellte Frage, wie es nach dem Tod von Werner Seibt im Verein weitergehen soll. Laut Satzung führen demnach die gewählten Stellvertreter das Ganze bis zu den nächsten Neuwahlen weiter, wobei das Bemühen aller sein wird, dies ganz im Sinne des Verstorbenen fortzuführen. 

Wie Bahner in seiner Begrüßung hervorhob, fand das große ehrenamtliche Engagement des Verstorbenen durch zahlreiche Ehrungen seine Anerkennung und Wertschätzung. So erhielt Seibt das Goldene Ehrenzeichen für 40-jährige aktive ehrenamtliche Tätigkeit vom Freistaat Bayern. Des Weiteren für seine großen Verdienste vom DLRG-Präsidium die höchste Auszeichnung der Deutschen- Lebens- Rettungs-Gesellschaft – das Verdienstabzeichen in Gold mit Brillant – und als herausragende Anerkennung für sein Schaffen bekam er im Jahre 2014 eine Einladung des Bundespräsidenten nach Berlin (wir berichteten). 

Neben Seibt gedachten die Anwesenden noch eines weiteren verstorbenen Mitglieds. Winfried Bremser, der über 30 Jahre als Schatzmeister tätig war und mit zahlreichen Verdienstabzeichen während seiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit geehrt worden war, hinterlässt ebenfalls eine große Lücke innerhalb des Kreisverbandes. 

Tief bewegt erinnerte Bürgermeister Gerhard Bucher an die vielen Stunden, die er in all den Jahren mit Werner Seibt verbracht hatte. Er betonte aber, dass es trotzdem weitergehen und entsprechend weiter gearbeitet werden müsse. Und so konnte er abschließend den Anwesenden eine erfreulichere Botschaft überbringen: die Stadt Kaufbeuren habe für das neue DLRG-Einsatzfahrzeug einen Zuschuss in Höhe von 4.500 Euro genehmigt. Am dadurch notwendig gewordenen Garagen-Neubau würde sich die Stadt außerdem mit 12.300 Euro beteiligen. 

Nach weiteren Grußworten von Rolf Bergdolt vom DLRG-Bezirk Schwaben und Elmar Gailhofer von der Wasserwacht folgten die Berichte des Vorstandes. Dabei dankte Stefan Bahner vor allem den Vereins-Aktiven für deren unermüdlichen Einsatz, ohne den die einzelnen humanitären Ziele dieser Rettungsorganisation nicht erreichbar wären. Insbesondere unterstrich das Vorstandsmitglied dabei die absolute Ehrenamtlichkeit unter der die komplette DLRG-Arbeit geleistet werde. Oftmals müsse von den Aktiven nicht nur deren Freizeit geopfert werden, sondern in vielen Fällen müsse sogar der Urlaub herhalten, um den Dienst zu versehen, was keineswegs eine Selbstverständlichkeit sei. 

Seit 1. Januar dieses Jahres ist eine Rettungs-Hundestaffel hinzugekommen, deren erste Aktivitäten Staffelführer Karl Einfeldt kurz vorstellte. Technischer Leiter Christian Vater berichtete in seinen Ausführungen von mehr als 1.300 Stunden Wachdienst an Gewässern und in den Bädern während des Jahres 2014. 

Von einer ausgeglichenen und stabilen Kassenlage konnte Schatzmeister Thomas Geyrhalter in seinen Ausführungen berichten. Wobei die DLRG, was die Finanzen anbelangt, im Großen und Ganzen auf sich selbst gestellt sei. Dank entsprechender Eigeninitiativen, wie beispielsweise ein Stand beim Lagerleben und weiterer Aktionen könne vieles „selbst gestemmt werden”. Wichtig wären deshalb auch für eine „gesunde Kasse” die Mitgliedsbeiträge der derzeit 461 Mitglieder. 

Von Erfolgen bei den Bezirksmeisterschaften im Rettungsschwimmen sowie den Bayerischen Meisterschaften und dem ResQ-Cup berichtete der Jugendvorsitzende Nico Geyrhalter. Anschließend wurden die geplanten Aktivitäten für das Jahr 2015 vorgestellt und dabei die Ausbildung der Jugendlichen besonders hervorgehoben.

von Klaus-Dieter Körber

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