Bisher fahren die Kinder nach Waal

Kindergarten für Honsolgen?

+
Der Kindergarten in Waal (Foto) platzt heute schon aus allen Nähten. Es gibt Signale aus dem Ort, dass nach dem Auslaufen des Vertrages im Jahr 2021 wegen Eigenbedarfs keine Honsolgener Kinder mehr aufgenommen werden können.

Buchloe/Honsolgen – Der Bebauungsplan „Honsolgen West I – An der Kohlstattstraße“ war Gegenstand der Diskussion in der jüngsten Stadtratssitzung. Auf den ersten Blick ein eher langweiliger Tagesordnungspunkt, hätte in der Vorlage nicht die Ausweisung eines Grundstückes für die Errichtung eines Kindergartens gestanden.

Der Grund für die vorausschauenden Überlegungen sind Signale aus dem benachbarten Waal. Die Honsolgener Kinder, im Schnitt rund 20, wurden bisher aufgrund eines Vertrages mit dem Bus von und nach Waal transportiert. Inzwischen hat der Kindergarten in Waal selbst Kapazitätsprobleme (wir berichteten). Es ist somit nicht auszuschließen, dass der Vertrag zwischen den Gemeinden nicht verlängert wird und im Jahr 2021 ausläuft. Da auch in Buchloe derzeit nur dem Bedarf hinterher gebaut wird, wäre eine Unterbringung der Honsolgener Kinder in den Buchloer Kindergärten langfristig auch nicht gesichert. Für Elfriede Klein (Grüne) wäre die Unterbringung in Buchloe eine Option gewesen.

Es sind noch viele Fragen offen. Für Bürgermeister Josef Schweinberger ist es zunächst nur eine Vorsorgemaßnahme, eine entsprechende Fläche vorzuhalten. „Das heißt noch lange nicht, dass dort wirklich gebaut wird“, sagte der Rathaus­chef. Den Wunsch von Stadtrat Rudolf Grieb (UBI), eine Kostenschätzung zu erstellen, hielt Schweinberger für viel zu verfrüht. „Dann wären wir ja schon in der Umsetzung.“

Stadtrat Franz Lang (FWV), selbst Honsolgener, gab zu bedenken, man solle überlegen, ob es nicht in der Dorfmitte geeignete Platze gebe. Für den Bürgermeister hätte das den Nachteil, dass man dort keine eigenen Grundstücke habe. Sollten sich andere Lösungen ergeben, so Schweinberger, „könnten wir jederzeit den Bebauungsplan wieder ändern und das Kindergartengrundstück aus dem Bebauungsplan herausnehmen“.

„Im Moment haben wir keinen Stress“, betonte Herbert Barthelmes (CSU). „Wir sollten diese Option erst einmal so lassen“. Ähnlich äußerte sich Josef Rid (FWV): „Wir vergeben uns nichts, wenn wir erst einmal so planen“. Hubert Zecherle warnte davor, Hoffnungen auf einen eigenen Kindergarten in Honsolgen zu wecken. Eine Finanzierung sei aus seiner Sicht gegenwärtig nicht darstellbar.

Der Beschluss für die Aufstellung des Bebauungsplanes einschließlich der Ausweisung einer Fläche für den Kindergarten im sogenannten beschleunigten Verfahren fiel einstimmig.

von Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

Positive Kernaussage
Positive Kernaussage
Qualität soll lenken
Qualität soll lenken
Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Unfall durch Geisterfahrer: Verursacher stirbt
Betrunkene Jugendliche pöbeln in Buchloe
Betrunkene Jugendliche pöbeln in Buchloe

Kommentare