Rechtssichere Grundlage

Vorentwurf zum Bebauungsplan "Grundschulareal" in Marktoberdorf vorgestellt

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So soll er aussehen, der vermutlich Ende des Jahres gültige Bebauungsplan für das Schulareal der St. Martin Grundschule. Der Stadtrat nahm den Vorentwurf des Büros raumsequenz aus Memmingen zustimmend zur Kenntnis.

Marktoberdorf – Weil der geplante Neubau der Grundschule St. Martin die Festsetzungen des aktuell gültigen Bebauungsplans „Kurfürstenstraße“ an allen Ecken und Enden sprengt, hat der Stadtrat Anfang März eine neue Bauleitplanung beauftragt.

Der neue Bebauungsplan Nr. 78, der dann „Grundschule St. Martin“ heißen soll, umfasst neben dem Schulareal auch das Firmengebäude von Elektro Minck und die nördlich angrenzende Wohnbebauung.

Am vergangenen Montag wurde der Vorentwurf dieses Plans vom neuen Stadtrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Als nächstes erfolgt nun die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden, bevor endgültig über eine neue Satzung abgestimmt wird.

Neue Baugrenzen

Mathis Wassermann und Stefan Hofer vom Stadtplanungsbüro raumsequenz aus Memmingen stellten den Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 78 „Grundschule St. Martin“ dem Ratsgremium vor. Ein völlig neuer, großflächiger Grundriss erfordere neue Baugrenzen, erklärte Wassermann die Maßgaben. Er formulierte auch das Ziel der neu aufgelegten Bauleitplanung: Damit würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau der Grundschule geschaffen und Nutzungskonflikte im Mischgebiet entlang der B472 zwischen Hohenwartstraße und Kurfürstenstraße vermieden. 

Eingearbeitet

Günstiger Nebeneffekt: Da das Minck-Firmengebäude in den letzten Jahren mehrfach erweitert wurde und dafür mehrere Befreiungen vom Bebauungsplan nötig geworden waren, können die mittlerweile bestehenden Baukörper nun problemlos in den neuen Plan mit eingearbeitet werden. 

Es gehe daher auch um eine Dokumentation der aktuellen Gebäudesituation, warf Bauamtsleiter Ralf Baur ein. Auch eine Begrünung des Gebiets ist in den Plan integriert, antwortete Baur auf die Frage von Christian Vavra (Grüne). Man wolle so viele Bäume wie möglich – beispielsweise entlang der Kurfürstenstraße – erhalten, so der Leiter des städtischen Bauamts. Wo dies nicht möglich sei, sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.


Angelika Hirschberg

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