Vorentwurf für den Bebauungsplan "Süd" passiert den Buchloer Stadtrat 

Zehn Meter hoher Schutz

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Noch steht er mitten auf der grünen Wiese: Der neue Kindergarten mit dem Namen „Gennachspatzen“. Rund herum soll das neue Baugebiet „Buchloe Süd“ entstehen. Der Stadtrat gab grünes Licht für den Vorentwurf des Bebauungsplanes.

Buchloe – Der neue Kindergarten im Buchloer Süden ist bereits im Bau. Nunmehr beschäftigte sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit dem Vorentwurf für einen Bebauungsplan für das neue Wohngebiet, in dessen Mittelpunkt der Kindergarten platziert ist.

Das zukünftige Baugebiet mit dem Blick auf den Buchloer Wasserturm liegt zwischen der Autobahn A96 und der Lindenberger Straße, zwischen Gennach und Verlängerung der Straße „An der Halde“. Hier sollen rund 100 Wohneinheiten in Einfamilien-, Reihen-, und Mehrfamilienhäuser entstehen. Rund sieben Hektar ist das Gelände groß.

Man habe mit den Anwohnern des angrenzenden Wohngebietes bereits im Frühjahr gesprochen und deren Wünsche und Befürchtungen zur Kenntnis genommen, bestätigte Bürgermeister Josef Schweinberger. Das zweite Gespräch fand unmittelbar vor der jüngsten Stadtratssitzung statt. Einige der Anwohner blieben dann auch sitzen und hörten sich die Diskussion über die Planung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft an.

Problem des neuen Baugebietes ist die unmittelbare Autobahnnähe mit ihrem sehr hohen Dauerschallpegel. Deshalb sind Lärmschutzwände mit eingeplant, die allerdings sehr hoch sein müssen.

Die Stadträte hatten es sich nicht leicht gemacht. In einem eigens dafür angesetzten Workshop hatten sich die Stadtratsmitglieder unter Einbeziehung der Wünsche der Nachbarn Eckdaten festgelegt.

So soll zur Erhöhung des Lärmschutzes an der A96 auf den geplanten Lärmschutzwall noch zusätzlich eine bepflanzbare Lärmschutzwand aufgesetzt werden. Das Gesamtkonstrukt wird dann rund zehn Meter hoch werden. Angesprochen wurde vom Stadtrat eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn. Bisher gibt es nach den Worten des Rathauschefs keine Reaktion auf die vorgetragenen Wünsche bei der Autobahnverwaltung. Josef Schweinberger kündigte aber an, dieses Thema bei seinem Gespräch mit Innenminister Joachim Hermann im Dezember anzusprechen.

Im Baugebiet soll die Gebäudelänge von Reihenhäusern auf 36 Meter begrenzt werden. Darüber hinaus dürfen nur Einzelhäuser in Form von Einfamilienhäusern entstehen, also keine Doppelhäuser. Kein Gebäude darf zweigeschossig sein. Garagenhöfe sollen möglichst vermieden werden. So könne man eventuell die Garagen in die Reihenhäuser integrieren. Die Straßenbreite wurde mit sechs Metern definiert. Dazu kommt ein 2,50 Meter breiter Gehweg.

Festgelegt werden muss noch die Firstrichtung und -höhe der Gebäude. Die geplanten Mehrfamilienhäuser dürfen nicht zu dicht stehen und der bestehende Fuß- und Radweg zwischen Lindenberg und Buchloe soll bestehen bleiben.

Großen Wert legt der Stadtrat auf die weitere Einbeziehung der unmittelbaren Anwohner des neuen Wohngebietes. Sie werden weiterhin persönlich eingeladen, versprach Bürgermeister Schweinberger.

Kritik an den Planungen gab es von Hubert Zecherle (UBI). Der Stadtrat betonte, die Grundstücke seien mit rund 600 Quadratmeter zu groß. „Wir verschwenden wertvollen Baugrund“.

Der Stadtrat stimmte dem Vorentwurf des Bebauungsplanes mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen zu.

von Siegfried Spörer

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