„700 Jahre Ersterwähnung Blasiuskirche“

Tänzelfest: Abzeichen-Vorverkaufspreis leicht angehoben

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Aus den Händen von Irmgard Ernszt und Christian Mayer nahm Marcus Siegel (Mitte) die Urkunde entgegen, mit der sein Vater Wilhelm Siegel zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Kaufbeuren – In Rekordzeit abgehandelt wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung des Tänzelfestvereins Kaufbeuren am vergangenen Mittwoch im Hotel „Am Kamin“. Schon nach knapp einer Stunde war alles besprochen, war der Vorstand entlastet und die anstehende Ehrung vorgenommen worden.

Zunächst konnte Vorstandsmitglied Irmgard Ernszt 108 der zurzeit 524 Mitglieder begrüßen. Sie dankte allen Mitgliedern für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz, ohne den das Tänzelfest gar nicht existieren könne und zeigte sich hochzufrieden mit dem Festverlauf 2018, der „ohne Aus- und Unfälle“ über die Bühne gegangen sei. Auch die Entwicklung der ­Tänzelfest(knaben)kapelle sei höchst erfreulich mit 20 Trommlern und 78 aktiven Blasmusikern, die als Beste aus den Wertungsspielen 2018 hervorgegangen sind.

Anschließend legte der neue Kassenwart Michael Hefele Rechenschaft über das Jahr 2018 ab und dankte seinem Vorgänger Edgar Schlichtherle für die Unterstützung bei der Buchführung eines Vereins, dessen Umsätze mit dem eines Mittelstandunternehmens verglichen werden können. Aus seinem Vortrag ging ein positiver Verlauf des Geschäftsjahres hervor, der Verein steht nach wie vor schuldenfrei da. Kassenprüfer Gerhard Heiligensetzer bescheinigte dann der Vereinsführung „eine ordnungsgemäße und umsichtige Kassenführung“ und beantragte die Entlastung des gesamten Vorstands, welche per Akklamation von der Versammlung einstimmig – bei Stimmenthaltung der Vorstandsmitglieder – erteilt wurde.

Im Anschluss dankten die Vorstandsmitglieder Irmgard Ernszt und Christian Mayer Wilhelm Siegel für seinen 50-jährigen Einsatz zum Wohl des Vereins. Als Trompeter in der Knabenkapelle hatte er begonnen, später die Verantwortung für Gespanne und Pferde übernommen und zudem für die flächendeckende Verteilung der Tänzelfestplakate im gesamten Süden Bayerns gesorgt. Stellvertretend für seinen erkrankten Vater nahm Sohn Marcus Siegel die Urkunde in Empfang, mit der „Willi“ zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Der Vorverkaufspreis für das Abzeichen wurde leicht angehoben.

Vorstand Horst Lauerwald gab dann einen Ausblick auf das Tänzelfest 2019. Als Schirmherrn konnte der Verein dieses Jahr den katholischen Stadtpfarrer Bernhard Waltner gewinnen. Das Motto lautet „700 Jahre Ersterwähnung Blasiuskirche“. 1319 wurde die Kirche in einer Urkunde erstmals erwähnt, obwohl sie schon sehr viel älter ist. Das von Rosi Lauerwald zu diesem Motto vorbereitete Eröffnungsstück soll sich um einen Blasius nebst Geistern drehen und wieder sehr unterhaltsam werden. Eine neue Festzugsgruppe wurde heuer nicht geschaffen. Überhaupt hielten sich die Investitionen für 2019 in Grenzen, da die Umsetzung des neuen, von oben diktierten Sicherheitskonzepts sehr kompliziert und kostspielig sei. Lediglich dringend erforderliche Reparaturen bei Wägen und Gewändern habe man vornehmen können. Schweren Herzens hat sich der Verein darum auch entschlossen, den Vorverkaufspreis für das Festabzeichen leicht anzuheben: Es wird nun sieben anstatt 6,50 Euro kosten. Im Hauptverkauf kostet es nach wie vor neun Euro. Dennoch blickte Vorstand Lauerwald optimistisch in die Zukunft und wünschte abschließend vom 11. bis 22. Juli ein „schönes, vor allem unfallfreies“ Tänzelfest 2019.

von Ingrid Zasche

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