Corona treibt Digitalisierung voran

VR Bank Augsburg-Ostallgäu präsentiert solide Ergebnisse

Heinrich Stumpf (li.), stellvertretender Vorstandssprecher, und Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker.
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Heinrich Stumpf (li.), stellvertretender Vorstandssprecher, und Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker.

Ostallgäu/Augsburg – Beim digitalen Bilanzpressegespräch der VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG blickten Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker und sein Vorstandskollege Heinrich Stumpf auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück. „Die Menschen vertrauen uns – auch und insbesondere in Krisenzeiten,“ sagte Starnecker und zog damit das Fazit aus einem außergewöhnlichen Jahr, das insbesondere unter dem Einfluss der Pandemie stand.

„Dennoch konnten wir uns gut behaupten und liegen weiterhin auf Wachstumskurs“, ergänzte Stumpf und erläuterte im Anschluss die Bilanzzahlen aus 2020. Die Bilanzsumme beläuft sich demnach auf rund 3,8 Milliarden Euro und liegt damit um 6,3 Prozent höher als noch im Vorjahr. Einen deutlichen Zuwachs gab es bei den Kundenkrediten. Diese sind um 13,1 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro angestiegen. Die Kunden­einlagen erhöhten sich um 4,1 Prozent auf nun rund drei Milliarden Euro. Anleger vermeiden weiterhin langfristige Geldanlagen und bevorzugen liquide Anlageformen. „Da geht es uns genauso wie allen Banken und Sparkassen“, betonte Heinrich Stumpf. Mit der positiven Entwicklung des abgelaufenen Jahres wird die Bank ihre Reserven weiter stärken. „Eine solide Eigenkapitalausstattung ist enorm wichtig, um die Vorgaben von Basel III zu erfüllen“, so Stumpf. Über die Ergebnisverwendung entscheiden die Vertreter der Genossenschaftsbank am 24. Juni im Rahmen der digitalen Vertreterversammlung.

Gerade zu Beginn dieser schwierigen Zeit sei es wichtig gewesen, persönlich für die Kunden da zu sein und die Bargeldversorgung zu sichern. Eine weitere Mammutaufgabe war es, die von den Auswirkungen der Pandemie betroffenen Firmen- und Gewerbekunden zu unterstützen. Dabei ging es vor allem um Zins- und Tilgungsaussetzungen und die Beantragung der Corona-Soforthilfen. Frühzeitig zu Pandemie-Beginn wurde in der Bank ein Krisenstab eingerichtet, der sich aus Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Bereiche der Bank zusammensetzt. „Rückblickend waren die Entscheidungen immer angemessen und darauf ausgerichtet, die Gesundheit von unseren Mitarbeitenden und Kunden zu schützen“, versicherte Starnecker. Dies trug offensichtlich Früchte, denn die Infektionszahlen innerhalb des Unternehmens seien bislang sehr gering gewesen und hätten ihre Ursache, soweit nachvollziehbar, ausnahmslos außerhalb der Bank.

Große Wertschätzung zeigen die beiden Vorstände gegenüber der Belegschaft der Bank. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben jeden Tag ihr Bestes gegeben, um den persönlichen Kontakt zu den Kunden zu halten,“ sagte Starnecker und meinte weiter: „Dieses Engagement und der Wille, unseren Kunden Nähe spüren zu lassen, haben mich tief beeindruckt.“ Heinrich Stumpf ist ebenso voll des Lobes: „Ein großes Dankeschön und allergrößten Respekt für diesen Einsatz.“

Die Digitalisierung vieler Lebensbereiche hat dazu geführt, dass sich Kundenbedürfnisse stark verändert haben. Großkonzerne wie Amazon, Google, Apple und Co. haben diese Entwicklung maßgeblich geprägt und Standards in der Service- und Qualitätskultur geschaffen. Corona hat der Digitalisierung dann nochmals einen gewaltigen Schub gegeben. Nicht nur bei der Jugend. „Wer hätte vor zwölf Monaten gedacht, dass sich die Generation unserer Eltern und Großeltern auf einen digitalen Video-Chat via Zoom oder Facetime trifft?“, fragte Starnecker. Darauf habe sich die VR Bank einzustellen, damit sie auf allen Wegen, die sich der Kunde wünscht, erreichbar bleibt. Allerdings sieht sich die Genossenschaftsbank hier schon sehr gut aufgestellt. Mit dem Video-Service, der Video-Beratung und einem leistungsfähigen Kunden-Servicecenter werden heute bereits viele Bankgeschäfte mittels digitaler Kommunikation abgewickelt. Für eine Terminvereinbarung beim Bankberater genügt inzwischen ein Blick auf die Homepage der Bank. Dort kann der Kunde bequem und direkt online einen Beratungstermin vereinbaren.

Nachdem im letzten Jahr pandemiebedingt keine Kundenveranstaltungen stattfinden konnten, gelang es der Bank, innerhalb kurzer Zeit auf digitale Veranstaltungsformate umzuschwenken. Mit zwei Anlageforen, der digitalen Vertreterversammlung, einem Landwirtschaftsforum und dem im Sommer 2020 ausgerichteten eSport-FIFA-Fußballturnier kam die Genossenschaftsbank auf insgesamt fünf digitale Kundenveranstaltungen. Starnecker sieht sich aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen zu den digitalen Events bestätigt: „Dieses Format ist für uns weitaus mehr als eine Notlösung in der Corona-Zeit, sondern wird auch in Zukunft eine gute Ergänzung zur klassischen Präsenzveranstaltung sein.“

Nachhaltige Geldanlagen inzwischen sehr gefragt

Die gemeinschaftliche Nachbarschaftsinitiative, das solidarische Landwirtschaftsprojekt oder der konsequente Einkauf regionaler Produkte – gute Beispiele für nachhaltiges Handeln gibt es genug. Es verwundert deshalb nicht, dass immer mehr Anleger auch mit ihrer privaten Geldanlage auf den Aspekt der Nachhaltigkeit achten. So rangieren mittlerweile Nachhaltigkeitsfonds der Union Investment, dem Fondspartner der VR Bank, auf den vordersten Plätzen der meistgefragten Anlageprodukte.

Die VR Bank selbst sieht ihr gesamtes Geschäftsmodell per se auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. „Wir sind seit über 150 Jahren in der Region verwurzelt und Teil unseres regionalen Ökosystems. Hier sehen wir einen ganz klaren Bezug von Nachhaltigkeit und Regionalität“, führte Starnecker aus. „Das Geld, welches wir von unseren Kunden und Mitgliedern hereinnehmen, geben wir in Form von Krediten an die heimische Wirtschaft weiter. Damit erhöhen wir die Attraktivität unserer Heimat, stärken den regionalen Mittelstand und können so mithelfen, Arbeitsplätze in der Region zu sichern,“ so Starnecker.

Durch ihr gesellschaftliches Engagement fördert die VR Bank viele soziale Initiativen, kulturelle und sportliche Projekte in der Region. Dieser Gedanke steht auch hinter der Crowdfunding-Initiative „Viele schaffen mehr“, mit der die Bank seit über drei Jahren nachhaltige Ideen vorantreibt. „Hier werden die genossenschaftlichen Gedanken hautnah erlebbar,“ betonte Starnecker. Viele Menschen hätten gute Ideen, wie sie das Leben für sich und andere noch besser gestalten können. Was oft fehle, sind die nötigen finanziellen Mittel. Wenn sich viele Unterstützer zusammenschließen, um eine gute Idee gemeinsam umzusetzen, dann wird möglich, was vorher utopisch schien. Auf der Crowdfunding-Plattform www.vrbank-hilft.de können Vereine und gemeinnützige Organisationen Projekte einstellen und nach Unterstützern suchen. Für jede Spende legt die VR Bank nochmal zehn Euro oben drauf.

Kundenberatung weiterhin ausgezeichnet

Für ihre Kundenberatung wurde die Genossenschaftsbank erneut mehrfach von renommierten Testinstituten ausgezeichnet. Dabei ist es der Bank gelungen, sich gleich in vier Beratungssegmenten von den Mitbewerbern abzuheben. Das Finanzmagazin Focus Money vergab wie in den Jahren zuvor Bestnoten für Beratung & Service im Privat- und Firmenkundenbereich. Im Frühjahr wurde dem Kreditinstitut von der Gesellschaft für Qualitätsprüfung exzellente Beratungsqualität bescheinigt und der Titel „Beste Bank vor Ort“ verliehen. Die Tester ließen in ihren Bewertungen erstmalig die digitale Kompetenz mit einfließen. Das Geldhaus konnte hier ebenfalls mit guten Ergebnissen punkten. Damit ist das Kreditinstitut seit Jahren bei den wichtigsten Bankentests an erster Stelle.

Ausblick auf 2021 bleibt optimistisch

Für das Jahr 2021 blickt die VR Bank Augsburg-Ostallgäu optimistisch in die Zukunft. Die Anzahl der Beratungstermine habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent erhöht. Beim Fondswachstum ergibt sich sogar eine Verdoppelung im Vergleich zur Periode im vorigen Jahr. Die Lust aufs eigene Heim scheint weiterhin groß zu sein, denn die Baufinanzierungen bewegen sich nach wie vor auf dem hohen Niveau des Vorjahres und auch die Nachfrage nach Immobilien bleibt ungebrochen. Für die beiden Vorstände ist klar: „Der Start ins Jahr 2021 ist uns gut gelungen — digital und persönlich“.

kb

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