Keine Einigung bei Vertragsverhandlungen

Fusion zwischen VWEW-Energie und erdgas schwaben gescheitert

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Die Fusionsverhandlungen zwischen VWEW und erdgas schwaben sind gescheitert.

Kaufbeuren – Die Gesellschafter von VWEW-energie und erdgas schwaben haben im beiderseitigen Einvernehmen die Verhandlungen über eine im Allgäu geplante Fusion für beendet erklärt.

Das teilte VWEW am Montagmittag mit. „In einem gemeinsamen Dialog auf Augenhöhe“ wurde, wie mehrfach berichtet, eine mögliche Fusion zwischen der VWEW-energie und einem Teilbereich von erdgas schwaben um die Betriebsstelle Kaufbeuren intensiv geprüft. „Bei den abschließenden Vertragsverhandlungen wurde keine Einigung erzielt“, heißt es jetzt laut VWEW.

Beide Unternehmen gehen laut Pressemitteilung „mit großer Zuversicht aus den Verhandlungen“: „VWEW-energie und erdgas schwaben verbindet eine jahrzehntelange gute Nachbarschaft. Auf dieser Basis werden sich beide Energiedienstleister weiterhin für die Region und ihre Menschen einsetzen“. 

In einer ersten Reaktion kommentierte der Landtagsabgeordnete und Kaufbeurer Stadtrat der Freien Wähler Bernhard Pohl die jüngste Entwicklung: 

„Dies ist eine gute Nachricht für Kaufbeuren, Mindelheim, Marktoberdorf, Biessenhofen und Apfeltrach!" "Wer die regionale Energiewende will, sollte einen regionalen Energieversorger haben. Es ist ein unschätzbarer Vorteil, dass wir mit VWEW ein grundsolides, ertragsstarkes Unternehmen haben, das sich ausschließlich in kommunaler Hand befindet. Die Beteiligung einer Thüga-Tochter Erdgas Schwaben hätte den Charakter des Unternehmens mittelfristig gravierend verändert“, so Pohl weiter.

VWEW-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Stefan Bosse erklärte auf Anfrage, dass man beim Thema der gegenseitigen Dienstleistungen nicht weitergekommen sei. Also: "In welchem Umfang und zu welchem Preis müssen Dienstleistungen bezogen werden?" Die Verhandlungen hätten VWEW aber "wertvolle Informationen über unser eigenes Unternehmen geliefert", unter anderem eine aktuelle Unternehmensbewertung. "Wir werden jetzt unseren bislang sehr erfolgreichen Kurs erst einmal alleine - in guter Nachbarschaft mit ergas schwaben - fortsetzen", so Bosse gegenüber dem Kreisbote.

Von Kai Lorenz

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