Kehrtwende nach Rückmeldungen – DIN A1 wird beibehalten

Wahlplakate in Marktoberdorf: Weiter im Großformat

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Es bleibt bei den großformatigen Plakaten in DIN A1.

Marktoberdorf – Für die Wahlplakatierung auf den grünen Tafeln, die von der Stadt Marktoberdorf bereitgestellt werden, wird das Format DIN A1 beibehalten. Es bleibt also bei diesem Großformat. Damit hat die Stadt einen Rückzieher gemacht. Das Ordnungsamt wollte nämlich DIN A2 als maximale Größe vorschlagen (wir berichteten).

Hintergrund für den Vorstoß zur halben Größe war die Überlegung, dass mehr Plakate Platz haben. So könne man der größer werdenden Zahl an Parteien und Gruppierungen gerecht werden. Doch der Vorschlag habe sich nach den Rückmeldungen für viele Parteien und Gruppierungen als schwer umsetzbar erwiesen, resümierte Carolin Beylschmidt, die Leiterin des Ordnungsamtes im Rathaus. DIN A1 sei bundesweit eine einheitliche Größe in der Wahlwerbung.

„So ist’s gut“, kommentierte Erich Nieberle (SPD) das Festhalten am bisherigen Modus. Grundlage dafür ist die Plakatierungsverordnung der Stadt aus dem Jahr 2012. Diese wurde nunmehr per Beschluss des Stadtrates bestätigt.

Nieberle war es, der zu dem Thema bereits Anfang Februar im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung nachgehakt hatte. Er meinte, eine Einschränkung auf DIN A2 käme nahezu einem Werbeverbot gleich, weil es nur noch die halbe Größe sei und damit bei Autofahrern und Radlern kaum wahrgenommen werde.

Auf den von der Stadt bereitgestellten Tafeln haben auf jeder Seite acht Plakate Platz. Insgesamt sind es also 16. Auf städtischem Grund gibt es 16 Standorte. Neun davon sind nur einseitig einsehbar. Zum Beschluss im Stadtrat gehört auch, dass die Standorte überprüft werden. Bei Bedarf wird man sie durch zusätzliche Tafeln ergänzen oder verlagern.

Wenn es aber zu einer Ausweitung der grünen Tafeln kommt, werden künftig keine städtischen Flächen mehr fürs Aufstellen großer Wahlwände vergeben. Dies gilt in Markt­oberdorf sowohl für Wahlen als auch für andere Abstimmungen wie Bürger- und Volksentscheide. Bereits zur Europawahl am 26. Mai soll dieser Passus greifen. Wenn Parteien beziehungsweise Gruppierungen jedoch auf privaten Flächen große Transparente anbringen, ist das freilich wieder etwas anderes und sehr wohl erlaubt.

jj

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