Wahlwerbung mit Format

In Marktoberdorf nur noch Plakate bis zu einer Größe von DIN A2 erlaubt

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Klare Ansage ohne blumige Worte: Bei großformatigen Plakaten in DIN A1 ist der Platz an den Werbetafeln schnell aufgebraucht. Unser Bild vom Herbst 2018 ist an der Seeger Straße aufgenommen worden.

Marktoberdorf – Im bevorstehenden Europawahlkampf sind an den städtischen Werbetafeln nur noch Plakate bis zu einer Größe von DIN A2 vorgesehen. Großformate mit DIN A1 sind dort nicht mehr möglich. Dies soll auch bei künftigen Wahlen so gehandhabt werden.

Zu dem Thema hatte Erich Nieberle (SPD) im Stadtrat nachgehakt. Er meinte, diese Einschränkung käme nahezu einem Werbeverbot gleich. Denn es mache einen großen Unterschied beim Vorbeifahren im Auto oder mit dem Rad aus, ob jemand auf ein Plakat im Format DIN A1 schaue oder auf ein nur halb so großes (DIN A2). Auch hätte er sich dazu eine Information im Stadtrat gewünscht, meinte Nieberle – und nicht nur eine Mail aus dem Ordnungsamt.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell führte dazu aus, dass es mit dem Platz an den Anschlagtafeln knapp werde, zumal es immer mehr Parteien und Gruppierungen gebe, was schon bei der Landtagswahl im Oktober 2018 zu Platzproblemen geführt habe. So sei zum einen der Bauhof beauftragt worden, manche Plakatwände zu vergrößern. Andererseits sei der Gedanke gekommen, bei der Größe zu reduzieren.

Laut Bürgermeister Hell haben zwei Mitarbeiterinnen vom Ordnungsamt dazu die Parteien und Gruppierungen per Mail verständigt und sehr wohl um Rückmeldung gebeten. Von zwei kleineren Parteien seien kritische Rückmeldungen gekommen, was die Beschränkung der Plakate auf maximal DIN A2 betrifft. Von anderen Gruppierungen und Parteien sei zu dem elektronischen Brief keine Antwort eingegangen.

jj

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