Wartezeiten einplanen

Mitte Juni beginnt die Deutsche Bahn ihre größte Baumaßnahme im Allgäu. Auf der 20 Kilometer langen Strecke zwischen Buchloe und Kaufbeuren werden die Schienen erneuert. Für sechs Monate müssen die Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen, da der Zugverkehr nur eingleisig absolviert werden kann.

Der sanierungsbedürftige Teilabschnitt zwischen den Bahnhöfen Kaufbeuren und Buchloe wird in einer aufwändigen Baumaßnahme von der Deutschen Bahn für insgesamt 44 Millionen Euro innerhalb des kommenden halben Jahres vollständig erneuert. Die Strecke ist bisher zweigleisig. Mit Beginn der Arbeiten am 14. Juni wird zunächst für drei Monate das eine Gleis gesperrt und die weiteren drei Monate dann das andere Gleis; sofern der Zeitplan für den Bau eingehalten wird. Mitte Dezember soll alles fertig sein, betont Bärbel Fuchs, kaufmännische Leiterin DB Regio Allgäu. Danach dürfen sich die Passagiere auf eine komfortablere Reise freuen, da „der Zug dann in absoluter Solllage verkehrt”, sowie einen „stabileren Fahrplan”. Bis es soweit ist, müssen sich die Reisenden jedoch zunächst ein halbes Jahr lang auf Einschränkungen einrichten. Da jeweils ein Gleis während der ganzen Bauzeit befahrbar sein wird, ist kein Schienenersatzverkehr notwendig, aber von den werktäglich durchschnittlich 42 Zügen auf dieser Strecke verkehren während der Bauzeit nur 29. Mehr Umstiege und längere Wartezeiten auf den Bahnhöfen werden daher notwendig sein, räumt die Bahnsprecherin ein. Aus Sicherheitsgründen wird die Bahn die Geschwindigkeit für das halbe Jahr auf 90 Stundenkilometer beschränken, wodurch sich eine Fahrzeitverlängerung von bis zu fünf Minuten ergeben wird. Mittels Aushängen an den Bahnhöfen und auf der Homepage der Bahn im Internet werden die Reisenden über die Änderungen informiert. Die Bauarbeiter werden die kompletten Schienen sowie 63000 Schwellen auswechseln und etwa 71000 Tonnen Schotter neu aufschütten. Nach Abschluss der Erneuerungsarbeiten können die Züge dann mit 160 Stunden- kilometern anstatt wie bisher mit maximal 140 Stundenkilometern die Strecke passieren. Zudem ist der Teilabschnitt dann bereits für die Neigetechnik vorbereitet, die „später einfach darauf aufgesetzt werden kann”, erklärt Bärbel Fuchs. Die kaufmännische Geschäftsleiterin von DB Regio Allgäu rechnet mit der Einführung der Neigetechnik etwa im Jahr 2012.

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