Warum am Feuerwehrhaus in Thalhofen angebaut werden muss

Erst Garage, dann Transporter

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Wird durch einen Anbau auf der Rückseite vergrößert: das Feuerwehrhaus in Thalhofen. 

Marktoberdorf – Erst wird beim Feuerwehrhaus in Thalhofen auf der Westseite angebaut, dann wird der Mannschaftstransportwagen gekauft, auf den die Wehr mit ihren 40 Aktiven schon lange wartet, zumal bislang viele Kameraden im privaten Auto zum Einsatzort fahren: So wird die Stadt Marktoberdorf bei diesen Investitionen in Gebäude und in Fahrzeugpark vorgehen.

Bislang steht im Feuerwehrhaus von Thalhofen, das im Jahr 1974 errichtet wurde, als einziges Fahrzeug ein TSF. Die drei Buchstaben stehen für Tragkraftspritzenfahrzeug. Das Fahrzeug ist Baujahr 1993, wie Michael Mayr zu berichten weiß, der seit zwölf Jahren Kommandant der Wehr in Thalhofen ist.

Damit der Transporter, der laut Fahrzeugkonzept für Wehren in Marktoberdorf so vorgesehen ist, unter Dach steht, muss erst Platz geschaffen werden. Dazu ist, wie Richard Siegert, der Gebäudemanager im Rathaus, neulich den Stadträten im Bauausschuss erläuterte, eine Erweiterung um drei Meter im Westen des Feuerwehrhauses vorgesehen. Während das TSF von der Garage nach Osten auf die Mühlbachstraße einbiegt, wird der neue Transporter, mit dem je nach technischer Bestückung bis zu acht Kameraden ausrücken können, hinter einem neuen Tor auf der Westseite knapp 50 Meter bis zur Straße haben.

Im Zusammenhang damit wird auch ein kleines Büro für den Kommandanten eingerichtet. Vorgesehen ist auch eine Werkstatt. Zudem werden weitere Umkleiden geschaffen.

Eine Besonderheit ist, dass an das Thalhofener Feuerwehrhaus auf der Südseite das Schützenheim angebaut wurde. Das ist bald 25 Jahre her. Später wurde auf der Westseite noch ein Vereinestadel geschaffen.

Stadtrat Martin will ganzheitlichen Ansatz

Der Anbau wurde im Stadtrat genehmigt. Freilich gab es dazu durchaus kritische Anmerkungen. Georg Martin (Die Grünen) wünschte sich eine „ganzheitliche“ Betrachtung des Themas, zumal außer in Leuterschach und Bertoldshofen in allen Stadtteilen Maßnahmen im Sinne der Feuerwehr anstünden.

Zudem fragte Martin nach den groben Kosten. Andreas Grieser (CSU) fand es vorteilhaft, wenn die Stadträte schon jetzt eine „grobe Kostenschätzung“ bekämen und nicht erst vor der nächsten Haushaltsberatung 2018. Peter Grotz (Freie Wähler) meinte dazu nur, einen „neuen Standort werden wir uns absolut nicht leisten können“.

Franz Barnsteiner (Freie Wähler) meinte, die Maßnahme am Feuerwehrhaus sei ähnlich wie die Sanierung des Kindergartens an der Peter-Dörfler-Straße ein gutes Beispiel dafür, wo eine Ortsbegehung des Bauausschusses sinnvoll wäre. Dann würde manchen Räten die Entscheidung leichter fallen.

Richard Siegert vom Gebäudemanagement meinte im Hinblick auf den Wunsch Georg Martins nach einem „ganzheitlichen“ Ansatz, in diesem Fall sei konkret die Aufgabe gestellt worden, speziell für den Standort Thalhofen die Möglichkeiten einer Erweiterung auszuloten. Bauamtschef Ralf Baur bekundete, er möchte schon „die Unterschrift vom Landratsamt“ haben, ehe die Kosten genau aufgelistet werden können und eventuell eine Ortsbesichtigung angesetzt werden könne.

von Ingrid Zasche

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