Achtung: Geschützte Arten

Was beim Pflücken von Wildpflanzen und Pilze sammeln erlaubt ist

Die Sumpfgladiole (Gladiolus palustris)
+
Die Sumpfgladiole (Gladiolus palustris), ist in freier Natur auf der Roten-Liste. Sie ist sehr selten und streng geschützt.

Landkreis – Ein Blumensträußchen für Zuhause, ein Korb voll Pilze oder die Silberdistel am Trockengesteck: Was bei der Entnahme von Wildpflanzen aus der freien Natur erlaubt und was man auf jeden Fall unterlassen sollte, erklärt die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Ostallgäu. Grundsätzlich gilt: Finger weg von geschützten Arten.

Die Entnahme von Pflanzen aus Flächen, die einem Betretungsverbot unterliegen oder aus Naturschutzgebieten stammen, ist verboten. Das Sammeln oder Ausgraben von besonders geschützten Arten ist grundsätzlich untersagt. Der Schutzstatus von Pflanzen kann einfach online in der Artenschutzdatenbank des Bundesamt für Naturschutz unter www.wisia.de abgefragt werden. Zuwiderhandlungen können mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Mit dem Herbst kommt auch wieder die Zeit des Pilzesammelns. Erlaubt sind hierbei lediglich „geringe Mengen für den persönlichen Bedarf“ (aus dem Bundesnaturschutzgesetz). Übermäßiges Pilzsammeln ohne Gewinnabsicht, für Freunde und Familie oder den eigenen Jahresvorrat, ist hingegen nicht erlaubt und kann auch nicht genehmigt werden. Gleiches gilt für das Sammeln von Beeren, Nüssen und Pflanzen. Gewerbsmäßiges Pilze pflücken ist ohne Genehmigung ebenso verboten. Bei Verstoß gegen diese Regeln droht ein Bußgeld.

Das Landratsamt bittet alle Pilz- und Pflanzenfreunde mit Bedacht und Augenmaß von der Handstraußregelung Gebrauch zu machen. Hinweise auf illegale Entnahmen von geschützten Pflanzen oder die Missachtung von Betretungsverboten nimmt die Untere Naturschutzbehörde gerne entgegen.

kb

Auch interessant

Kommentare