Investor gibt Infos im Bauausschuss

"Positiv gestimmt"

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Auf dem Gebiet an der Mindelheimer Straße schräg gegenüber Erdgas Schwaben könnte den Kunden bald ein komplettes Fachmarktzentrum geboten werden.

Kaufbeuren – Einrichtungsgegenstände, Zooartikel, Lebensmittel und einen dm – das alles könnte es bald an der Mindelheimer Straße geben. Investor Josef Scheibel plant hier ein Fachmarktzentrum (FMZ) mit rund 4.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (wir berichteten) und gab im jüngsten Bauausschuss konkrete Infos zu seinen Mietern.

Die Ausschussmitglieder beurteilten die Pläne durchweg positiv. Als nächsten Schritt wird Scheibel einen Bebauungsplanentwurf vorlegen. Nachdem derzeit, wie Stadtplaner Manfred Pfefferle in der Sitzung betonte, „keiner konkret weiß, wie es beim Forettle weitergeht“ (siehe auch Artikel auf Seite 2), zeigten sich die Stadträte am Mittwoch dem Projekt von Investor Josef Scheibel durch die Bank und über alle Fraktionen hinweg gewogen. 

Der Investor selbst erklärte im Gespräch mit dem Kreisbote, er sei erfreut und habe mit mehr „Diskussion“ gerechnet, wurde doch die Zustimmung zur Änderung der Sortimente – nachdem vor Jahren ein Gartenmarkt als Hauptmieter abgesprungen war – in 2012 noch vom alten Stadtrat beschlossen. „Der aktuelle Stadtrat hat sich trotzdem an das damalige positive Signal erinnert, das ist schön“, so Scheibel. 

Er war mit Vertretern der beteiligten Planungsbüros Lars Consult und Maucher + Höß in den Ausschuss gekommen. Positiv stimmt den Investor auch, dass die Auswahl und Genehmigung seiner Sortimente unabhängig von dem möglichen FMZ am Forettle ist – die Sortimente unterscheiden sich stark, nur im Bereich Lebensmittel könnte man sich gegenseitig in die Quere kommen. 

Diese Läden sind geplant 

In der Mindelheimer Straße fest ansiedeln will sich auf jeden Fall dm mit 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. Eine „Absichtserklärung“ habe zudem der Einrichtungsmarkt „Depot“ abgegeben, der außerdem Wohnaccessoires, Gartenbedarf und Deko bis hin zu Handtüchern oder Bildern anbietet. Anvisiert ist hier eine Ladenfläche von 600 bis 650 Quadratmetern. In Verhandlung steht Scheibel zudem nach eigener Aussage mit zwei Anbietern aus dem Bereich Zoobedarf (geplant sind circa 550 Quadratmeter). Kommen will auf jeden Fall der Lebensmittelanbieter Feneberg, je nachdem ob im Forettle das FMZ gebaut wird auf 1200 bis 1700 Quadratmetern. 

Gegenüber den Plänen sprachen sich alle Ausschussfraktionen positiv aus. Dr. Thomas Jahn (CSU) betonte, man wolle keine „FMZ-Standorte gegeneinander ausspielen“, Gerhard Bucher (CSU) sah zwar keinen Mehrwert, erklärte aber, auch er befürworte die Pläne. Ralf Baur (SPD) und Walter Folter (FW) äußerten sich positiv. „Diskussionsbedarf“ gibt es laut Stadtplaner Pfefferle nur noch hinsichtlich möglicher Leerflächen, falls Feneberg nur auf 1200 Quadratmetern kommt, zudem müsse noch geklärt werden, ob „Depot“ mit dem Verbot zentrenrelevanter Sortimente kollidiere. 

Scheibel sieht hier aber kein Problem: In der Innenstadt gebe es keine Möglichkeit, einen solchen Einrichtungsmarkt anzusiedeln. Als nächsten Schritt wird nun ein Bebauungsplanentwurf erarbeitet und dann dem Stadtrat zur Billigung vorgelegt.

von Michaela Frisch

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