Weichenstellung für Zukunft

filmzeitkaufbeuren hat einen neuen Vorstand gewählt

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Das Allgäuer Autorenfestival stellt sich zukunftssicher auf: Cornelia Wiedemann-Wenzel (v. li.), Birgit Kern-Harasymiw, Karl-Heinz Wenzel, Susanne Sagner, Ute Fischer, Thomas Schnaubelt und Roman Harasymiw.

Kaufbeuren – Zehn Jahre nach der ersten filmzeit, die von einer Hand voll Enthusiasten an einem Wochenende im Stadttheater organisiert wurde, steht das Festival heute für ein Wochen füllendes Programm an mehreren Spielorten. Der professionelle Aufbau des Festivals hat das kleine Team oftmals auf harte Zerreißproben gestellt. Mit einer erweiterten Vorstandschaft werden jetzt personelle Ressourcen ausgebaut.

Den Vorsitz übernimmt Birgit Kern-Harasymiw, die seit vielen Jahren die Festivalorganisation federführend betreut. Ihr zur Seite stehen der neue 2. Vorsitzende Thomas Schnaubelt sowie die neue Schatzmeisterin Ute Fischer. Roman Harasymiw, der Gründer und bisherige Vorsitzende, steht weiterhin als künstlerischer Leiter sowie Impuls- und Ideengeber zur Verfügung.

Die neue Vorsitzende blickt optimistisch in die Zukunft: „Es war von Anfang an die Vision, das Festival als Forum für neue Medien im Allgäu zu etablieren und behutsam auszubauen. Mit weiterer Unterstützung aus Politik und Wirtschaft können wir jetzt mit vereinten Kräften die filmzeitkaufbeuren zukunftssicher gestalten.“

Neuer Optimismus und jugendliche Impulse

Im Verlauf der zehnten filmzeit stellten einige langjährige Mitstreiter die provokante Frage, ob eine zehnte erfolgreiche filmzeit nicht ein schöner Schlussstrich für die arbeitsintensiven Bemühungen sei, ein Allgäuer Autorenfestival in der Wertachstadt zu etablieren? Das überzeugte einige filmzeit-Liebhaber, sich ab sofort stärker zu engagieren. So steigt aktuell nicht nur der Mitgliederstand sondern erfreulicherweise auch die Zahl der aktiv mitgestaltenden Mitglieder. Zum erweiterten neuen Vorstand gehören als Schriftführerin Tina Kutter, als Kassenprüfer Cornelia Wiedemann-Wenzel und Richard Wiedemann sowie als Beisitzer Susanne Sagner und Karl-Heinz Wenzel. Ein weiterer Grund zur Hoffnung ist der vermehrte Einsatz junger Mitstreiter. Dazu gehören, neben den ehemaligen Praktikantinnen Inessa Pelitschev und Lisa Schwarz, ab sofort eine engere Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt, mit Moritz Rauch und Vinzenz Wildung.

Programmplanung der elften filmzeit

Über die Festivalwoche hinaus finden wieder weitere Aktivitäten des Vereins an anderen Orten statt. So wird u.a. neben dem „Buronale Videokunstpreis“, der am 20. September im Stadtmuseum verliehen wird, auch wieder eine filmzeitOpenAir für den 7. Juli in Kooperation mit der Agenda in Mauerstetten geplant. Die Festivalwoche mit Hauptwettbewerb, kinderfilmzeit und schulfilmzeit findet wie immer in der ersten Oktoberwoche, heuer vom 1. bis 7. Oktober, im Corona KinoPlex und im Stadttheater statt. Eröffnet wird am Montag, den 1. Oktober mit der filmzeitinternational und nach dem großen Erfolg der ersten dokufilmzeit vor ausverkauftem Haus im vergangenen Jahr werden die Wettbewerbsbeiträge für dieses Genre wieder als eigenständige Blöcke am Mittwoch, den 3. Oktober, gezeigt.

Über 240 Einreichungen

Derzeit stellen drei Sichtungsteams wieder ein spannendes Programm zusammen. Warum sind es im Gegensatz zu über 600 Einreichungen im letzten Jahr jetzt so viel weniger? „Uns hat die Flut an Online-Einreichungen aus der ganzen Welt überrollt und die ehrenamtlichen Sichter und Programmplaner sind fast zusammengebrochen. So haben wir uns nach intensiver Auseinandersetzung und Rücksprache mit Festivalkollegen und Filmstudenten dafür entschieden, eine Bearbeitungsgebühr zu erheben. Der Betrag von fünf Euro entspricht in etwa dem früheren finanziellen Aufwand für den postalischen Versand und dem Brennen einer DVD. Damit können wir sicherstellen, dass sich Filmemacher bewusst mit unserem Festival auseinandersetzen und gezielt einreichen,“ kommentiert Birgit Kern-Harasymiw und setzt auf Klasse statt Masse. „Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass wir durch diese Maßnahme auch unsere Preisgelder erhöhen können – es kommt also den teilnehmenden Filmemachern wieder zu Gute.“

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