Weihnachtlich "verzaubert"

Zufriedene Besucher, Händler und Veranstalter blicken auf 24 Tage Lichterschein und Budenzauber am Kirchplatz St. Martin zurück. Trotz des oft nasskalten Wetters kamen die weihnachtlich gestimmten Scharen, um Glühwein, Waffeln und Kunsthandwerk zu genießen.

Die diesjährigen Neuerungen sind gut angekommen: Neue Buden, neue Beleuchtung und sieben zusätzliche Öffnungstage haben sich gelohnt, so die Veranstalter. Rainer Hesse und Claudia Grahammer vom Tourismus- und Stadtmarketing Kaufbeuren e.V. sind glücklich über ihre Arbeit. Auch von den Händlern haben sie meist positive Rückmeldungen erhalten. Mitte Januar wird eine Nachbereitungssitzung anberaumt, bei der sich alle Beteiligten zusammensetzen, ein Fazit ziehen und für kommendes Jahr planen. Ein großer Dank der Veranstalter geht an alle Beteiligten: Nicht nur die Stadt, der Bauhof, die Händler und viele andere Helfer sind für den Erfolg des Marktes verantwortlich. Auch bei den Anwohnern müsse man sich laut Hesse ausdrücklich bedanken: „Nur gemeinsam konnten wir das alles schaffen.“ Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit hat das Stadtmarketing investiert: „Wir haben unser erstes Ziel erreicht, eine gute Basis geschaffen. Jetzt gehen wir ganz entspannt die nächsten Jahre an und bauen darauf auf.“ Hesse und Grahammer ist wichtig, dass der Weihnachtszauber der Stimmung an Weihnachten angemessen ist – besinnlich, ruhig, gemütlich. Genau das soll den Kaufbeurer Weihnachtsmarkt ausmachen im Vergleich zu den großen Märkten in ganz Bayern, die laut Grahammer manchmal mehr einem Rummel gleichen: „Wir wollen lieber Bratapfelduft statt Popkorn.“ Das „Gesamtpaket Weihnachtsmarkt“ mit Dekoration, Buden, Musik und Rahmenprogramm sollte auch zum Geist der Stadt passen. Für 2010 sind einige Neuerungen geplant: Die Dekoration soll weiterentwickelt werden, an der Standordnung und dem Rahmenprogramm wird gefeilt und eine Erweiterung des Marktes ist angedacht. Manfred Hesse betont aber, dass man – wenn überhaupt – nur langsam wachsen wolle. Zum einen wegen der räumlichen Beschränkung, zum anderen um die gemüt- liche Atmosphäre nicht zu opfern. Claudia Grahammer hat noch einen Appell an das Christkind: „Wenn wir uns eine Sache vom Christkind wünschen dürfen, ist es, dass auch nächstes Jahr wieder die Lebenshilfe mit ihrem Adventskalender und die zahlreichen Gruppen mit ihren Auftritten dabei sind.“ Bei so viel Engagement für den Kaufbeurer Weihnachtsmarkt wird dieser Wunsch vom Christkind bestimmt erfüllt.

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