"Weiterbilden ist sehr wichtig"

Die Prüfungsbesten aus 19 verschiedenen Ausbildungsberufen vom Anlagenmechaniker über die Fachverkäuferin bis hin zum Zimmerer mit Kreishandwerksmeister Robert Klauer (links) und dem Vizepräsident der Handwerkskammer Schwaben, Hans-Peter Rauch (rechts). Foto: Frisch

Start in die Zukunft für 188 junge Leute der Region: sie erhielten bei der traditionellen Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Kaufbeuren vergangene Woche ihre Gesel- lenbriefe.

Im bis auf den letzten Platz gefüllten Stadttheater wurden vor allem die Prüfungsbesten geehrt, darunter der Bäckergeselle Daniel Staiger, die Bäckereifachverkäuferin Karin Hösle und die Fleischereifachverkäuferin Irina Sapeter, die ihre Lehrzeit mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,0 abgeschlossen hatten. Sie durften sich über einen Geldpreis von jeweils 250 Euro freuen. Daniel Staiger erhielt zudem einen Gutschein über 500 Euro, den er im Falle einer zukünftigen Meisterprüfung einlösen kann. Bei der Gesamtanzahl der Auszubildenden aus 19 Handwerksberufen lagen die Friseure beziehunsgweise Friseurinnen mit 28 Absolventen auf Platz eins, gefolgt von jeweils 23 Azubis aus den Berufen Maurer und Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Fleischerei. Der Vizepräsident der Handwerkskammer Schwaben, Hans-Peter Rauch, gratulierte den Berufseinsteigern zu ihrem Erfolg, betonte aber in seiner Ansprache, die Beteiligten seien zwar jetzt offiziell von „ihren Pflichten gegenüber dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule“ freigesprochen, nicht aber von der „Verpflichtung zum lebenslangen Lernen“. Eine abgeschlossene berufliche Ausbildung sei ein „Sprungbrett in alle Richtungen“, erklärte Rauch. Dabei wies er besonders auf die Möglichkeit zu einem Universitätsstudium ohne Abitur bei mehrjähriger vorangegangener Berufserfahrung hin. Dafür habe man lange gekämpft und sei nun „stolz und froh“ über das Ziel, das man für die jungen Menschen erreicht habe. Unter den Gratulanten befand sich auch Oberbürgermeister Stefan Bosse, der die frischgebackenen Handwerksgesellen aufforderte, auch als solche „Flagge in der Politik zu zeigen“. Es sei heute wichtiger denn je, in gesellschaftlich-politischen Bereichen mitzureden und die eigenen Interessen zu vertreten. Wörtlich sagte er: „Es kann ja nicht sein, dass Leute, die das Berufsleben schon lange hinter sich haben, im Hintergrund die Fäden ziehen, und die Betroffenen nichts machen können“. Hwk-Schwaben-Vizepräsident Hans-Peter Rauch drückte seine Botschaft an die Anwesenden dann noch auf die poetische Weise mit einem Zitat aus: „Wenn jeder auf seinem Platz das Beste gibt, dann wird es auf der Welt bald besser aussehen!“ Für Unterhaltung an dem Abend sorgten sowohl die Big Band als auch das Percussion-Ensemble des Jakob-Brucker-Gymnasiums.

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