Welche Form das Wohn- und Geschäftshaus in Marktoberdorf bekommen soll

Moderner Riegel an der Salzstraße

+
Im Winkel zwischen der Füssener Straße (vorn) und der Salzstraße soll gegenüber des Fachmarkts Atterer (rechts) ein großes Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Die alten Häuser werden abgerissen.

Marktoberdorf – „Moderne, halbkreisförmige Riegelbebauung“: Mit diesen Worten beschreibt Architektin Marion Schmid vom Marktoberdorfer Rathaus (Bauverwaltung) die Form des markanten Wohn- und Geschäftshauses, das mitten in Marktoberdorf errichtet werden soll. Entstehen soll es auf Grundstücken mit vier Flurnummern gegenüber dem Fachhandel Atterer – also im Winkel zwischen Füssener Straße und Salzstraße.

Bauherr ist die Firma Höbel Immobilien aus Immenhofen. Die Planung übernimmt das Architektenbüro Stadtmüller.Burkhardt.Graf in Kaufbeuren. Der große, moderne Komplex soll unterhalb der Buchel platziert werden, wo die Salzstraße in die Hauptverkehrsachse Richtung Füssen beziehungsweise Schongau mündet (B16).

Das Projekt ist von solcher Dimension, dass dafür ein „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ auf den Weg gebracht werden muss. Dazu haben die Stadträte neulich den Aufstellungsbeschluss gefasst. Als nächstes wird der Bebauungsplan mit dem Namen „Wohn- und Geschäftshaus an der Buchel“ ausgelegt; Bürger können ebenso ihre Anregungen und Bedenken vorbringen wie Träger öffentlicher Belange.

Der moderne, halbkreisförmige Riegel unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Gebäuden in dem Quartier. Wo er errichtet werden soll, stehen jetzt (noch) baufällige Häuser. Die sollen freilich abgerissen werden. Eines der Ziele im Verfahren ist daher „die Konfliktlösung mit der umliegenden Bebauung“, wie es Marion Schmid von der Bauverwaltung vor den Stadträten erklärte.

Stellplätze in der Tiefgarage

Das Büro Sieber aus Lindau ist mit dem Bebauungsplan befasst. Zwei Mitarbeiter erläuterten Details. Marian Baumeister (Stadtplanung) listete auf, was in dem neuen Komplex erlaubt ist. Unten sind Büros und Geschäfte vorgesehen. In den oberen Geschossen soll Wohnraum geschaffen werden. Die Stellplätze für Pkws werden in einer Tiefgarage berücksichtigt.

Für die Räume im Erdgeschoss kommen Praxen, medizinische Berufe, Büros und Verkaufsflächen für den Einzelhandel in Frage. Auch sollen dort Schulungsräume eingerichtet werden können, zum Beispiel für Seminare oder für ein Schaukochen.

Christopher Berberich vom Büro Sieber bezog zum Immissionsschutz Position. Eine schallschutztechnische Untersuchung wurde bereits veranlasst. Er schilderte, dass „ein Konflikt“ vorliegt. Auf der Nord- und Ostseite des Gebäudekomplexes seien mehr als 60 Dezibel gemessen worden.

Die Konsequenz sei, dass im Gebäude Ruheräume von der Straße weg eher nach Süden zur Buchel hin orientiert werden müssen. Zudem sei der Einbau von Lüftungsanlagen erforderlich. Denn wegen der hohen Lärmbelastung an der Füssener Straße und teils auch an der Salzstraße könne man die Fenster nicht öffnen.

jj

Auch interessant

Meistgelesen

Video
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Heimat für begrenzte Zeit
Heimat für begrenzte Zeit
Einschränkung für Bahnfahrer
Einschränkung für Bahnfahrer
Kaufbeurer Altstadt in schönem Licht
Kaufbeurer Altstadt in schönem Licht

Kommentare