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Weniger Gewalt gegen Polizisten im vergangenen Jahr

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Polizeistreife
2021 wurden bei Übergriffen insgesamt 208 Polizistinnen und Polizisten verletzt. Positiv ist, dass diese Zahl sowie auch die Gesamtzahl der Attacken gegen Polizeibeamte insgesamt gesunken sind. ©  Bayerische Polizei

Landkreis – Dem aktuellen Bericht des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zufolge, gab es im vergangenen Jahr im Vergleich rund sechs Prozent weniger Angriffe gegen Polizeibeamte. 2021 wurden bei Übergriffen insgesamt 208 Polizistinnen und Polizisten verletzt. Positiv ist, dass diese Zahl sowie auch die Gesamtzahl der Attacken gegen Polizeibeamte insgesamt gesunken sind.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums registrierte die Polizei 683 Fälle verbaler und körperlicher Gewalt gegen Polizeibeamte. Das sind mehr als sechs Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum (731). Insgesamt wurden dabei 1.774 Beamtinnen und Beamte geschädigt (2020: 1.990, -10,9 Prozent) und 208 verletzt (2020: 241, -13,7 Prozent). 2020 hatte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West den bislang höchsten Stand an Übergriffen erfassen und ahnden müssen.

Bei der überwiegenden Anzahl der Fälle sind die Täter männlich und erwachsen, in mehr als der Hälfte der Fälle wurden Polizeibeamte körperlich attackiert. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Täter waren alkoholisiert, rund 80 Prozent sind bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten oder sogar Wiederholungstäter.

Die geschädigten Polizistinnen und Polizisten waren in mehr als 90 Prozent aller Fälle im Wach- und Streifendienst eingesetzt. Mehr als die Hälfte findet sich in der Altersgruppe zwischen 25 und 36 Jahren wieder. Überwiegend erfahren die Beamtinnen und Beamten die Angriffe auf öffentlichen Straßen oder im privaten Raum, in zwei von drei Fällen bei der Feststellung der Identität oder bei Gewahrsamnahmen und Festnahmen.

In knapp jedem zehnten Fall wurden die Einsatzkräfte attackiert, ohne dass die Beamten gegen den Täter zu diesem Zeitpunkt einschritten.

Hauptsächlich sahen sich die Einsatzkräfte dabei Beleidigungen (rund 36 Prozent aller Fälle), Tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte (26,8 Prozent), Widerständen gegen Vollstreckungsbeamte (21,2 Prozent) und Körperverletzungsdelikten (8,8 Prozent) ausgesetzt.

kb

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