Wenn die zweite Welle kommt

Das Busangebot für die Schülerbeförderung wurde jetzt erweitert. Foto: LRA

Buchloe wird als Schulstandort immer attraktiver: Das Gymnasium Buchloe hat mit Schuljahresbeginn die ersten Pionierklassen eröffnet, die Realschule weitet ihr Angebot auch in den Nachmittag hinaus aus. Das Landratsamt Ostallgäu hat nun das Busangebot unter die Lupe genommen, um gemeinsam mit Schulen und Verkehrsunternehmen den Schülerverkehr im Bereich Buchloe mit Hilfe eines externen Sachverständigen zu verbessern.

„Durch zusätzliche Busse und deutliche Fahrplanverschiebungen sind ab 11. Dezember bisherige Transportengpässe Geschichte und die Maßnahmen bringen dem einzelnen Schüler bis zu einer halben Stunde Ersparnis auf vier verschiedenen Buslinien“, teilt Susanne Kettemer, Pressesprecherin im Landratsamt Ostallgäu, mit. Landrat Johann Fleschhut zum Ergebnis: „Eine einvernehmliche Lösung noch zu diesem Fahrplanwechsel war mir für die Schülerinnen und Schüler wichtig. Nach den Fortschritten zum Gymnasium ist die Optimierung der Bussituation für mich der logische nächste Schritt für den Schulstandort Buchloe. Wir werden außerdem in Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen nicht nachlassen, auch für die landkreisübergreifenden Verkehre ähnliche Lösungen zu erzielen.“ So werden bereits ab 11. Dezember 2011 morgendliche Transportlücken und -engpässe durch die Einführung einer „zweiten Welle“ in Richtung Buchloe behoben. „Die Busse fahren – nachdem sie die ersten Schüler nach Buchloe gebracht haben – auf schnellstem Weg zurück und bieten eine zweite Anfahrt zur ersten Schulstunde an“, so Kettemer. Von den morgendlichen Verbesserungen auf Linie 16 über Germaringen, Ketterschwang, Ummen-/Eurishofen, Jengen und Lindenberg profitieren insbesondere Gymnasiasten und Hauptschüler. Für sie fährt zukünftig ein Bus, der auf ihren Schulbeginn um 8 Uhr ausgerichtet ist. Verbesserungen auf der Linie 17 aus Richtung Waal/Waalhaupten, Bronnen und Honsolgen kommen im Schwerpunkt den Realschülern zugute. Diese fahren nun im Schnitt 10 Minuten später los. Kleine Veränderungen auf den Linien 35 (aus Lamerdingen) und 910 (Buchloe-Türkheim) runden das Angebot ab. „Lange Wartezeiten mittags gehören dann der Vergangenheit an“, erklärt Kettemer. Während die Realschüler mittags (nach Ende der 6. Stunde) bisher mehr als eine halbe Stunde auf ihre Rückfahrt warteten, sind die Schülerinnen und Schüler der Linie 16 nun durchschnittlich 24 Minuten früher, bei Linie 17 durchschnittlich 12 Minuten und bei Linie 35 um eine Viertelstunde früher zu Hause. Die neuen Fahrpläne mit den aufgenommenen Verbesserungen wurden bei einem Infoabend Ende November in der Realschule Buchloe vorgestellt. „Die anwesenden Eltern und Vertreter von Kommunen und Schulen waren mit den Ergebnissen zufrieden und lobten den Einsatz des Landkreises zur Verbesserung des ÖPNV“, so die Pressesprecherin. Aus dieser Veranstaltung wurden zahlreiche Hinweise und Anregungen für eine Fortführung dieser Initiative für den gesamten Landkreis aufgenommen. Die Kosten für die Optimierung der Schülerverkehre bestehen laut Kettemer aus der Finanzierung der entstehenden Mehrkilometer der beteiligten Unternehmen und belaufen sich auf rund 20.000 Euro für das laufende Schuljahr. „Diese ‘Anschubfinanzierung’ durch den Landkreis ist nur bis zum Schuljahreswechsel 2012/13 geplant. Danach müssen sich die Aufwendungen durch die normalen Gelder aus den Schülerkarten selbst tragen“, so Kettemer.

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