MdB Stracke im Gespräch mit Generalinspekteur der Bundeswehr Zorn

Werben um den Standorterhalt Kaufbeuren

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MdB Stephan Stracke (CSU, v. li.) im Gespräch mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn und dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Silberhorn MdB (CSU) zum Erhalt des Bundeswehrstandorts Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Nach der Entscheidung des Verteidigungsministeriums (BMVg) für die Verlagerung von militärischen Transportmaschinen des Typs A 400 M an den ehemaligen Tornado Flugplatz in Lagerlechfeld hat sich der Allgäuer CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke zu einem Gespräch mit General Eberhard Zorn als Generalinspekteur der Bundeswehr und dem Parlamentarischen Staatssekretär im BMVg, Thomas Silberhorn, getroffen.

Da der einstige Verlagerungsgrund der Ausbildungseinrichtung in Kaufbeuren auf das Lechfeld nun wegfällt, wirbt er weiter mit Nachdruck dafür, dass die Schließungsentscheidung aus dem Jahr 2011 rückgängig gemacht wird und der Fliegerhorst Kaufbeuren dauerhaft erhalten bleibt.

„Der Generalinspekteur und der Parlamentarische Staatssekretär haben sich viel Zeit genommen und sich intensiv mit meinem Anliegen befasst“, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich habe im Gespräch die exzellente Ausbildungsqualität in Kaufbeuren und den äußerst attraktiven Standort Kaufbeuren herausgestellt, da dies zwei wichtige Faktoren sind, wenn es um die Attraktivität der Bundeswehr geht“, so Stracke, „Ich habe den Eindruck, dass die Attraktivität der Bundeswehr auch für Generalinspekteur Zorn ein wichtiger Punkt ist und er hat klipp und klar gesagt, dass er ‚Kaufbeuren auf dem Schirm‘ habe.“ Die militärische Spitze der Bundeswehr favorisiere offenbar eine Gesamtlösung von Tornado- und Eurofighter-Ausbildung. „Das ist wichtig, damit der Standort Kaufbeuren seine Chance auf Erhalt wahren kann“, erklärt Stracke und lud zum Abschluss des Gesprächs Zorn zum Besuch des Standorts Kaufbeuren ein, um sich vor Ort ein Bild zu machen und sich von der Ausbildungsqualität in Kaufbeuren zu überzeugen. Zorn nahm die Einladung des Abgeordneten sehr gerne an und wird bei nächster Gelegenheit nach Kaufbeuren kommen.

Verschiebung oder dauerhaft?

„Die Infrastruktur für den A400M auszubauen und gleichzeitig den Fliegerhorst Kaufbeuren auf das Lechfeld zu verlagern, ist nicht realistisch“, so Stracke in seiner Pressemitteilung. „Damit wird sich der Schließungstermin des Standorts Kaufbeuren für 2024 voraussichtlich nochmals deutlich verschieben“, meint Stracke. Besser wäre es natürlich, wenn der Standort dauerhaft in Kaufbeuren bleibe, so das Ziel des Bundestagsabgeordneten. Obwohl die Luftwaffe bisher die Ausbildung am Eurofighter im Eigenmodell durchführen will und dabei Kaufbeuren als Standort vorgesehen hat, hat sich laut Stracke jetzt eine neue Entwicklung eingestellt. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, hatte Stracke kürzlich auf dessen Nachfrage bestätigt, dass die Luftwaffe als Stationierungsort für die Ausbildung am Eurofighter nun ein taktisches Luftwaffengeschwader favorisiere, beispielsweise in Neuburg oder Laage. Doch Stracke hat auch fiskalische Aspekte im Blick: „In den letzten Jahren konnten wir politisch eine Trendwende bei der Bundeswehr in Sachen Finanz-, Personal- und Materialausstattung einleiten. Diese Trendwende gilt es nun auch mit Blick auf Kaufbeuren zu nutzen.“

von Wolfgang Becker

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