TSV Westendorf prüft finanzielle Hilfe abzugreifen

Unterstützung auch für Ringer 

Stephan Stracke
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MdB Stephan Stracke (CSU) macht darauf aufmerksam, dass die Hilfen nicht nur die Eishockey-Teams, sondern eben auch die Ringer in Anspruch nehmen können.

Westendorf - Die Ringer des TSV Westendorf prüfen derzeit, ob sie auch eine finanzielle Unterstützung des vom Bund zur Verfügung gestellten Hilfspaket abgreifen werden. Damit reagierte die Vereinsspitze auf eine vom Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke versendete Pressemitteilung. Der CSU-Politiker macht darauf aufmerksam, dass die Hilfen nicht nur die Eishockey-Teams, sondern eben auch die Ringer in Anspruch nehmen können.

Die Corona-Krise schreckt vor vieles nicht zurück. Die finanzielle Situation bleibt auch dem TSV Westendorf nicht verborgen. „Es ist großartig, dass die Politik in schweren Zeiten uns Sportvereine eine Unterstützung ermöglicht“, sagte Vereinschef Robert Zech. Obwohl derzeit keine Einnahmen generiert werden können, gibt es laufende Kosten, die Monat für Monat zu begleichen sind. Der Beschluss des Haushaltsausschusses kommt daher nur für den TSV Westendorf genau zur richtigen Zeit. Zusammen mit Kassiererin Tina Steiner wird Robert Zech jetzt sämtliche Unterlagen sichten. „Wir wollen nun schauen, ob wir einen Antrag stellen werden“, so der Erste Vorsitzende.

Primär sind die Mittel vom Bund dafür da, um finanzielle Verluste zumindest zum Teil auszugleichen. „Somit können Vereine eine wirtschaftliche Schieflage verhindern“, unterstreicht Stracke. Für den Bundestagsabgeordneten seien die Vereine und Sportmannschaften im Allgäu wichtige Identifikationspunkte. In den vergangenen Wochen habe er sich ein persönliches Bild vor Ort gemacht. „Die Vereine brauchen für ihren Spielbetrieb einen verlässlichen Rahmen. Von daher kommt mit der Ausweitung des Hilfspaket der Bund dieser Forderung in wirtschaftlicher Hinsicht nach“, zeigt sich der Bundestagsabgeordnete hier sehr dankbar.

Daten und Fakten: 

Im Zuge des zweiten Nachtragshaushalts 2020 wurde ein eigenständiges Maßnahmenpaket mit Mitteln in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro ausgestattet. 

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich durch einen vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder vereidigten Buchprüfer.

Das Hilfspaket ist mit einer Laufzeit von April bis Dezember 2020 auf die Spezifika und besonderen Rahmenbedingungen des Leistungssports in (semi-)professionellen Vereinen ausgerichtet.

Es richtet sich an Sportvereine und Unternehmen im (semi-)professionellen Wettbewerb der 1., 2. und 3. Liga im Bereich der (nicht-) olympischen und paralympischen Individual- und Mannschaftssportarten (Basketball, Handball, Volleyball, Eishockey sowie weiterer Einzelsportarten) mit weniger als 249 Beschäftigten.

Ausgenommen sind wegen möglicher „Geisterspiele“ Sportvereine und Unternehmen der 1. und 2. Bundesliga im Männerfußball.  

Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse an die betroffenen Organisationen richten sich an der Höhe der vorangegangenen Ticketeinnahmen im April bis Dezember 2019 aus. 

Die Höhe des jeweiligen Zuschusses ist auf höchstens 80 Prozent dieser Ticket-Einnahmen und maximal 800.000 Euro pro Verein bzw. Organisation für den gesamten Zeitraum begrenzt. 

Die Summe aus den „Coronahilfen Profisport“ und sonstiger im Jahr 2020 erhaltener Kleinbeihilfen (z.B. allgemeine Überbrückungshilfen, KfW-Schnellkredite, Soforthilfen des Bundes und/oder ggf. der Länder) darf den Gesamtbetrag von 800.000 EUR nicht übersteigen.

Stefan Günter

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