Wettbewerb läuft an

Der Architektenwettbewerb zum geplanten Busbahnhof in der Marktoberdorfer Bahnhofstraße samt Park and Ride- sowie Bike and Ride-Platz ist ausgeschrieben. Der Stadtrat legte in seiner jüngsten Sitzung die Kriterien für den europaweiten Wettbewerb fest. Diese basieren auf den Empfehlungen der Lenkungsgruppe der IG „Mitten in Marktoberdorf“.

Der zu gestaltende Bereich umfasst – beiderseits der Gleise – das Gebiet zwischen Bahnhofsgebäude und Fendt-Kreisel. Verzichtet werden soll dort aus Kosten- und Platzgründen auf das zunächst vorgesehene Parkdeck sowie eine Tiefgarage. Mit einer Gegenstimme entschied sich das Gremium stattdessen für mindestens 50 ebenerdige Stellplätze. Diese sollen nördlich des ebenfalls geplanten überdachten Busbahnhofs eingerichtet werden. Apropos Busbahnhof: Insgesamt sechs Buslinien sollen diesen künftig anfahren können. Zusätzlich muss eine Stadtbuslinie integriert werden. Außerdem müssen die Architekten in ihren Entwürfen 300 Fahrradstellplätze vorsehen, beschlossen die Stadträte. Stadtbaumeister Peter Münsch hatte zuvor dargestellt, wie wichtig diese „Parkplätze“ für Fahrräder sind: Es gehe darum, Bus- und Bahnpendler zum Umstieg aufs Rad zu bewegen. Ein Ziel der Umgestaltung des Bahnhofsareals sei, den Verkehr aus der Stadt herauszuhalten. Ebenfalls war sich der Stadtrat schnell einig, eine Kurzhaltestelle für Pkw („Kiss and Ride“ genannt), Taxistände, einen geschützten Wartebereich sowie ein neues Informationssystem für Fahrpläne einzurichten: Dieses soll auch touristische und kulturelle Erstinfos über die Ostallgäuer Kreisstadt geben. Außerdem sind die Architekten gefordert, eine Über- bzw. Unterführung der Gleise als schnelle Fußverbindung in ihre Entwürfe einzuplanen – auch wenn diese erst in einem späteren Bauabschnitt vorgesehen ist. Darüber hatten die Räte zuvor eingehend diskutiert: Längerfristig sind nämlich westlich der Gleise weitere Parkplätze angedacht. Egal aber, ob Unter- oder Überführung: Behindertengerecht muss die Querung sein. Deshalb ist in jedem Falle ein Aufzug erforderlich. Nach kurzer Diskussion entschied der Stadtrat zuletzt noch, dass die am Wettbewerb teilnehmenden Architekten öffentliche WCs in ihre Entwürfe einplanen sollen. „Es ist Aufgabe der Stadt, für Toiletten zu sorgen“, sagte Wolfgang Hannig (SPD). Die Modalitäten für den Wettbewerb sehen vor, dass aus allen eingegangenen Entwürfen vorerst 50 ausgewählt werden. Diese Vorauswahl dauert voraussichtlich bis August. Getroffen wird sie von fünf Architekten (den so genannten „Fachpreisrichtern“) sowie von den drei Marktoberdorfer Bürgermeistern Werner Himmer, Walter Schilhansl und Axel Maaß sowie Verkehrsreferent Franz Barnsteiner („Sachpreisrichter“).

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