Eine herausfordernde Zeit

Wie Lehrer und Schüler das Corona-Schuljahr in der Leutelt-Schule erlebten

kaufbeuren leutelt schule abschlussklasse
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Die drei neunten Klassen der Gustav-Leutelt-Schule beim gemeinsamen Abschlussbild im Atrium.
  • Stefan Günter
    VonStefan Günter
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Kaufbeuren – Wenn am Donnerstag in ganz Bayern der letzte Schultag ist, wird es auch für die Neuntklässler der Gustav-Leutelt-Schule einen Abschied geben. Nicht nur, dass sie bereits ihr Zeugnis in den Händen halten, so erwartet alle nun ein neuer Lebensabschnitt. Für alle Schülerinnen und Schüler, auch für ihre Klassenlehrer war es ein einzigartiges Schuljahr.

Für alle Schülerinnen und Schüler, auch für ihre Klassenlehrer war es ein einzigartiges Schuljahr. Gerade die Kinder und Jugendlichen müssen die prägende Corona-Zeit verarbeiten. „Ihnen wurde ein großes Stück ihrer Jugend genommen“, macht der Rektor der Gustav-Leutelt-Schule unmissverständlich deutlich. Er sei in Summe schon nervös gewesen, wie sich denn der Abschlussjahrgang entwickeln werde. Frank Hortig war letztendlich froh, dass gerade den neunten Klassen, in der harten Phase der Corona-Krise die Möglichkeiten geboten wurde, wieder im Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen. Somit konnten sie dann doch bestmöglich auf die Prüfungen vorbereitet werden.

„Sehr anstrengend“

Die Schülerinnen und Schüler der drei neunten Klassen verlassen mit vielen schönen Erinnerungen ihre Schule, auch wenn die vergangenen Monate sehr anstrengend und herausfordernd waren. „Ich habe eine tolle Klassengemeinschaft gehabt und schöne Ausflüge erlebt“, sagt Alina Bauer. Für Rana Alkan war die Phase während des Lockdowns zwar anstrengend, „doch wir haben uns gegenseitig unterstützt und geholfen.“ Ray Schander war in der Corona-Zeit daheim schneller abgelenkt. „Wir haben es trotzdem gemeinsam durchgestanden.“ Schwer konzentrieren konnte sich Leon Ziesel, während Stefanie Erhardt gerne auf die lustigen Momente der Theater AG zurückblickt. „Sehr anstrengend“ seien für Leonie Seif die vergangenen Monate gewesen, wenngleich sie ihrem Klassenleiter Stefan Gläsel ein großes Kompliment macht: „Er hat es geschafft, dass wir alle an uns glauben.“ Für Gläsel war es die erste Abschlussklasse. Die Vorbereitung auf den Quali zählte auch für ihn zu den großen Hürden. „Leider gab es keine gemeinsame Abschlussfahrt. Die Schüler hätten es sich so sehr verdient. Es tut weh, dass es in Corona-Zeiten nicht möglich war.“

Lehrer Hüseyin Eryüzlü hatte auch während des Homeschoolings immer Kontakt zu seinen Schülern: „Ich muss ihnen ein Riesenkompliment machen, wie sie die Situation gemeinsam gemeistert haben. Sie haben sich untereinander viel geholfen“, attestiert er seinen Schülern eine gute Klassengemeinschaft. Klassenleiterin Luisa Prinzing erlebte mit ihren Schülerinnen und Schülern viele anstrengende, aber auch schöne Momente. Für sie sei es toll gewesen, dass sich nach den Pfingstferien wieder alle sehen durften. Auch sie lobt ihre Klasse in höchsten Tönen. Die gesamte Schulfamilie hat über die vergangenen Wochen und Monate das bestmögliche getan, bedankt sich Hortig auch beim Lehrerkollegium für ein wohl einzigartiges und besonderes Schuljahr.

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