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Wilde Müllablagerung in Oberbeuren

Nichts dazugelernt: Müll-Verursacher werden diesmal beobachtet

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„Wilde Müllablagerung“ im Januar in Oberbeuren. Jetzt wurden die Verursacher beobachtet.

Kaufbeuren – Kurze Zeit nachdem eine „wilde Müllablagerung“ im Dezember in Oberbeuren beseitigt worden war, wurden an gleicher Stelle erneut Möbelteile und Matratzen illegal entsorgt. Diesmal wurden die Verursacher beobachtet und dem Grundeigentümer gemeldet.

Bereits Anfang Dezember letzten Jahres bis über die Weihnachts- und Neujahr-Feiertage mussten die Anwohner der Georg-Riedel-Straße von ihren Fenstern aus auf der gegenüber der Straße liegenden freien Wiese auf eine alte Waschmaschine, Möbelteile, Glasplatten, Tischgestelle und Kleidungsstücke blicken, die Anwohner dort illegal entsorgt hatten. Nachdem der auswärtige Eigentümer der Wiese Anfang des Jahres den Müll von einem Hausmeisterdienst entfernen lassen hatte, waren eine Woche später wieder Möbelteile, Matratzen, Computermonitore, Stühle und Holzlatten mit spitzen Nägeln abgelegt worden. Diesmal gingen die Verursacher noch dreister vor und warfen ihren Müll bei helllichtem Tag vor die Türe, so ein Anwohner gegenüber dem Kreisbote. Aufmerksame Anwohner hatten diesmal das Treiben beobachtet und eine zufällig anwesende Treppenhaus-Reinigungskraft sprach die Umweltverschmutzer auf ihr Tun an. Sie erhielt zur Antwort, dass man die Stadt zur Abholung anrufen wolle. Der Hinweis, dass im Winter kein Sperrmüll abgeholt werde, interessierte nicht und sie machten weiter. Ein anderer Anwohner warf am nächsten Tag Flugblätter in die Briefkästen der Wohnanlage und forderte darin die Verursacher auf, den Müll zu entfernen und drohte mit der Polizei. Eine besorgte Anwohnerin meinte: „Ich traue mich nicht, Besucher hierher einzuladen. Da schäme ich mich zu sehr wie es hier aussieht“.

Seit Jahren gab es in dem Wohngebiet Probleme mit dem Sperrmüll. Manche Anwohner nutzen problemlos den von der Stadt angebotenen kostenlosen Service der Sperrmüllabholung nach Anmeldung; die einen Tag vorher herausgestellten Materialien wurden am nächsten Tag abgeholt. Manchmal wurden aber auch über Nacht Möbel und Matratzen „wild entsorgt“ und die Hinterlassenschaften lagen dann tage- und wochenlang herum und wurden von spielenden Kindern in der gesamten Gegend verteilt. In den vergangenen Jahren genügte dann ein Telefonat von aufmerksamen Anwohnern mit der Abfallberatung der Stadt und kurz darauf wurde der Sperrmüll sortenrein und fachgerecht abgeholt. Seit vergangenem Jahr weigern sich die zuständigen Stellen der Stadt tätig zu werden. Andrea Hiemer von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt antwortete auf Anfrage des Kreisbote: „Da es sich bei dem Grundstück um eine private Fläche handelt, ist der Grundstückseigentümer für den Zustand beziehungsweise die Entsorgung zuständig“.

Bruno Dangel, Leiter der Abteilung Öffentliche Ordnung, erklärte: „Wildes Beseitigen von Abfällen stellt primär einen Verstoß nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz dar“. Könne der Verursacher festgestellt werden, so würden ihn neben einem empfindlichen Bußgeld auch die Verpflichtung der Kostenübernahme der Entsorgung erwarten. In der Praxis könne die Bußgeldhöhe, je nach Schwere des Verstoßes, mehrere hundert Euro betragen. „Wir empfehlen, sollte jemand von einem Verstoß betroffen sein, auf jeden Fall Anzeige zu erstatten und, wenn möglich, Zeugen zu suchen. Zudem sollte auch jeder, der Zeuge eines solchen Verstoßes wird, Anzeige erstatten“, meinte Dangel. Letztlich würden die Kosten am Eigentümer des Grundstücks hängen bleiben. Die Stadt Kaufbeuren bestreite jedes Jahr einen hohen Aufwand, um „wilde Müllablagerungen“ auf städtischen Flächen zu beseitigen.

Im aktuellen Falle wollte sich der Eigentümer auf Anraten der Polizei nun schriftlich an die Verursacher wenden. Über die externe Hausverwaltung der Wohnanlage wurde der Müll durch einen Hausmeisterdienst beseitigt. Ob die Kosten auf alle Anwohner der Wohnanlage umgelegt werden, ist noch offen.

von Wolfgang Krusche

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