Zum 5. Mal Straßenfasching in Kaufbeurens Altstadt

Wilder Weiberfasching mit Burongaudi

1 von 49
2 von 49
3 von 49
4 von 49
5 von 49
6 von 49
Die Kaiser-Maximilian-Trommler kamen als „unbeugsames gallisches Dorf“.
7 von 49
8 von 49

Kaufbeuren - Aufbruch-Umbruch hat zwar 2018 auf Aufführungen verzichtet, die Organisation des Faschings-Umzugs „Burongaudi“ durch die Altstadt haben sie sich jedoch nicht nehmen lassen und bereits vor Weihnachten mit den Vorbereitungen dafür begonnen. Man sagt: Zweimal ist Gewohnheit, dreimal Tradition. Also kann man auch bei der Burongaudi, die jetzt schon seit fünf Jahren immer beliebter geworden ist, inzwischen mit Recht von einer Tradition sprechen.

23 Gruppen, davon sieben Musikkapellen, sind heuer am schmutzigen Donnerstag um 17 Uhr vom Spitalhof aufgebrochen und durch die Pfarr- und Ledergasse über den Alleeweg und die Fußgängerzone bis zum Rathaus gezogen, haben Bonbons und Gummibärchen und Lutscher und Flyer und ansteckende gute Laune verteilt und ließen das zahlreiche, vielfach ebenfalls bunt kostümierte Publikum am Straßenrand die Wintertemperaturen vergessen.

Und auch in diesem Jahr haben wieder nur Fußgruppen am Umzug teilgenommen. Weder motorisierte Zugmaschinen noch elektronische Musikanlagen kamen zum Einsatz, auch keine Pferde oder andere Zugtiere. Die einzigen, die fahren durften, waren ihre Lieblichkeit, Prinzessin Annika I. und seine Tollität Prinz Philipp I. von der Fastnachtszunft Burgenstadl Pforzen e. V. (FZB), und die saßen in einer Rikscha. Selbst der Faschingsexpress war vollkommen leer und diente mit Fauchen und Pfeifen bloß dazu, dem Umzug den Weg frei zu machen.

Die Gruppen hatten sich zu selbst gestellten Themen allerhand einfallen lassen: Nicht wiederzuerkennen waren zum Beispiel die Kaiser-Maximilian-Trommler, die unter dem Motto „Die spinnen, die Trommler!“ als unbeugsames gallisches Dorf kamen, mit Asterix samt Wildschwein, Obelix samt Idefix und Hinkelstein, Falbala, Gutemine, Miraculix, Troubadix, Caesar und Kleopatra und dem ganzen Rest. Die „Fanta 8“ hatten sich auf der Suche nach einem Stammlokal Hocker umgebunden und gedeckte Tische vorgeschnallt, Artistica Anam Cara bewies, dass auch Aliens „Vom anderen Stern“ jonglieren können und Ute Kirchmaiers „wilde Mädels“ hatten den 90. Geburtstag der Micky-Mäuse thematisiert. Sehr praktisch gegen die Kälte waren die plüschigen Tierkostüme der „Kabas“ aus der Karlsbader Straße in Neugablonz und der Einhörner von den „Pflegedichten“. Die Ministranten von St. Thomas und St. Ulrich mokierten sich in Tarnanzügen über „50 Jahre Sumpf“, das AWO-Haus für Kinder in Oberbeuren war „Feuer und Flamme“ und die Tänzelfest-Landsknechtstrommler kamen als „BRDigungs-Institut Prostschmiede“. Die Saskaler Armee hatte Bernhard Pohl „hops genommen“ und die Kaufbeurer Wertachgarde, die FZB-Garde und die Tanzsternchen Biessenhofen schwenkten unermüdlich ihre Beine. Spektakulär war auch wieder der Auftritt der Kaufbeurer Turmhexen mit ihren Pyramiden und dem „Besenlaufen“.

Von der Rathaustreppe aus, auf der sich die Wertachgarde aufgestellt hatte, moderierten Achim Meirich und Aufbruch-Umbruch-Hausl Jürgen Richter im Wechsel die vorbeiziehenden Gruppen, bevor sich der Zug auflöste. Am Rand der Kaiser-Max-Straße, die schwarz vor Menschen war, fanden sich zahlreiche Buden, damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Auch nach dem Ende des Umzuges spielten die „Breitenbrunner Dorfbachfurzer“ vor dem Rathaus noch eine ziemliche Weile auf.

von Ingrid Zasche

Auch interessant

Meistgelesen

Fast 4000 Unterschriften gegen Moscheeneubau übergeben
Fast 4000 Unterschriften gegen Moscheeneubau übergeben
go to GÖ 2018: Das Kultfestival im Allgäu!
go to GÖ 2018: Das Kultfestival im Allgäu!
Stadt Kaufbeuren steckt mehr Geld in Sportpark
Stadt Kaufbeuren steckt mehr Geld in Sportpark
Rundwanderweg am Bärensee: Welche Einschränkungen gibt es?
Rundwanderweg am Bärensee: Welche Einschränkungen gibt es?

Kommentare