"Es wird ein Revival geben"

Seit 25 Jahren gibt es Aufbruch-Umbruch schon. 25 Jahre, die nicht nur für viel Spaß, Witz, Humor und eine großartige Bühnenshow stehen, sondern auch für viele Erinnerungen und Anekdoten. 25 Jahre Aufbruch-Umbruch stehen für Talentschmiede, eine Gründung im Keller des „Hirschen“, „Starlight Express“ oder auch das Zauberkunststück die „Schwebende Jungfrau“.

Am 11. 11. 1985 stellte sich die damals neue Faschings- initiative vor, doch erst 1986 wurde zum ersten Kaufbeurer Faschingsabend geladen und am 26. Februar 1986 wurde aus der Initiative der Verein „Aufbruch-Umbruch“ (AU). Die ers- ten Vorstellungen waren binnen „40 Minuten ausverkauft“, erzählt AU-Vorstand Günther Seydel bei seinem Besuch in der KREISBOTEN-Redaktion. Eine „ganze Schlange an Leuten“ habe man damals wegschicken müssen, da es einfach keine Eintrittskarten mehr gab. Zwar sei die Show damals „technisch eine einzige Katastrophe“ gewesen, doch dies habe sich in den vergangenen Jahren längst geändert. Viel möchte Seydel über die Faschingsauftritte zum 25. Jubiläum nicht verraten, doch so viel sei erwähnt: „Es wird ein Revival geben.“ Auch die Mini-Garde wird zum ersten Mal auf der Bühne im Kaufbeurer Stadtsaal zu sehen sein. Während die Garden von Aufbruch-Umbruch das ganze Jahr über proben, haben die regelmäßigen Probentermine für die restliche Show erst Ende November begonnen. Doch seitdem werde jeden Abend irgendwo geprobt, sagt Seydel. Und noch eine Überraschung erwartet das Publikum bei den AU-Jubiläums-Auftritten – „eine Gesangsnummer aus dem Jahr 1992“. „Diejenigen, die es noch wissen, werden überrascht sein wie viele Parallelen es noch nach 18 Jahren gibt“, verkündet Seydel. Während zu Beginn des Vereinsgeschichte vor allem der Kaufbeurer Stadtrat und seine Mitglieder für Faschingseinlagen gut waren, sei es heute „zunehmend schwerer geworden“ in diesen Reihen eine Zielscheibe für Witz und Ironie zu finden. Auch Nachwuchs müsse im Verein her. Zwar nicht für die Showauftritte, sondern in den verantwortlichen Posten, sprich in der Vorstandschaft. „Wir bräuchten dringend junges Blut, das sich auch für die Verwaltung interessiert“, sagt Seydel. Ansonsten habe sich Aufbruch-Umbruch schon als wahre Talentschmiede verdient gemacht. Es sei an dieser Stelle nur auf Jenny Bauer verwiesen, die ihr Gesangstalent bei „Deutschland sucht den Superstar“ unter Beweis gestellt hat und unter den letzten 30 war. Oder auch Chris Meirich, der schon „als kleiner Bub“ bei Aufbruch-Umbruch dabei gewesen sei und jetzt einen Musicalfilm dreht. Auch das Lebensmotto von Günther Seydel, „Das Schönste ist etwas zu tun, was dir niemand zutraut“, hat den Verein in den vergangenen 25 Jahren sehr geprägt. So wurden zirka 10 000 Nieten für die Kostüme der Darsteller bei „Starlight Express“ verarbeitet, extra für die Show eine Rampe auf der Bühne aufgebaut und nebenbei haben alle, die an dieser Shownummer beteiligt waren, noch Rollschuhlaufen gelernt. Auch die „Schwebende Jungfrau“, eine David Copperfield-Zaubernummer, war schon an einem Faschingsabend zu sehen. Bis heute darf Seydel den Trick, der dahinter steckt, nicht verraten, sondern ist zur Geheimhaltung verpflichtet. Ein Motto wird es für die Jubiläumsauftritte nicht geben, denn die Gefahr sei zu groß, dass „man nicht mehr bunt ist“, unterstreicht Seydel. Und so dürfen sich die Besucher im Kaufbeurer Stadtsaal auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Karten für elf Euro gibt es im Vorverkauf am Sonntag, 17. Januar, von 11 bis 13 Uhr im Foyer des Stadtsaals. Premiere wird am Freitag, 29. Januar, um 19.30 Uhr gefeiert. Gespielt wird auch am Samstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr, am Freitag, 5. Februar, um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 6. Februar, um 18.30 Uhr. Eins sei noch verraten: Günther Seydel erhält am 6. Februar zu Beginn der Vorstellung vom Präsidenten des Bundes Deutschen Karnevals den Verdienstorden in Gold.

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