Spitzen der IHK-Regionalversammlungen stellen sich hinter vierspurigen Ausbau von Buchloe bis Kempten

„Die Wirtschaft braucht den B12-Ausbau“

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Die IHK spricht sich für den Ausbau der B12 aus.

Allgäu – Die IHK Schwaben stellt sich hinter den vierspurigen Ausbau der B12 von Buchloe bis Kempten. Damit reagiert die Handelskammer auf die zunehmenden Proteste, die im Zuge des derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren für den ersten Bauabschnitte südlich von Jengen aufflammen.

„Diese Straße ist ein Anliegen der Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen im östlichen und südlichen Allgäu“, betonen die IHK-Regionalvorsitzenden Peter Leo Dobler (Kaufbeuren/Ostallgäu) sowie Markus Brehm (Kempten/ Oberallgäu).

Es bringe nichts, jetzt noch einmal die zwanzig Jahre alten Argumente auszutauschen, erklärte Brehm mit Blick auf die aktuellen Proteste. „Es gab und gibt einen breiten gesellschaftlichen Konsens im Allgäu, dass der Ausbau der B12 erforderlich ist – für die Erreichbarkeit der Wirtschafts- und Tourismusregion Allgäu ebenso wie für die Sicherheit der Menschen, die dort fahren“, betonte auch Dobler. Gerade die Industrie und das verarbeitende Gewerbe seien auf die schnelle Anlieferung von Rohstoffen und Vorprodukten angewiesen, ebenso wie auf den Abtransport ihrer Waren zu den Absatzmärkten im In- und Ausland. Dafür unverzichtbar sei eine optimale Verkehrsanbindung, und dies gerade an einem Standort, der bundesweit gesehen alles andere als zentral liege, so Brehm. Zudem sei eine ausgebaute B12 ist ein bedeutender Wettbewerbsfaktor für die im Allgäu ansässigen Unternehmen abseits der A96. Auch im Bemühen um neue Ansiedlungen komme dem B12-Ausbau eine große Bedeutung zu.

Die beiden Unternehmensvertreter untermauern die Notwendigkeit des B12-Ausbaus auch mit neuen Zahlen vom Juni 2020, die die IHK Schwaben bei der Prognos AG zur Entwicklung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Auftrag gegeben hatte. So sei der Maschinenbau im Allgäu 2,8-mal so stark lokalisiert wie im Bundesdurchschnitt; der Beschäftigtenanteil in dieser Branche ist im Allgäu also knapp dreimal so hoch wie deutschlandweit und liegt damit sogar noch über dem Wert für Gesamt-Schwaben (2,2). Ein überraschendes Ergebnis der Prognos-Untersuchung: Die sechs Branchen mit dem höchsten Lokalisationsgrad im Allgäu zählen zur Industrie, erst danach folgen der Tourismus und das Gastgewerbe.

Als Träger öffentlicher Belange werde die IHK Schwaben daher in der bis 17. August laufenden Anhörung der Regierung von Schwaben zum ersten Planungsabschnitt dem Ausbau zustimmen und sich auch weiterhin für den vierspurigen Ausbau der Gesamtstrecke der B12 einsetzen.

kb

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