Appartements für Mitarbeiter

Wirtschaftshochhaus des BKH soll saniert werden

Altes Haus Fassade
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Das Wirtschaftshochhaus ist das höchste Gebäude des Kaufbeurer Bezirkskrankenhauses und in die Jahre gekommen. Es wird nun mit Millionenaufwand saniert.

Kaufbeuren – Der Verwaltungsrat der Bezirkskliniken Schwaben unter Leitung von Bezirkstagspräsident Martin Sailer hat beschlossen, das Wirtschaftshochhaus des Bezirkskrankenhauses (BKH) Kaufbeuren zu sanieren. Parallel dazu sollen in den oberen beiden Etagen des sechsstöckigen Gebäudes insgesamt 14 Appartements für Mitarbeitende eingebaut werden. „Aktuell sind wir in den letzten Zügen, einen Architekten zu beauftragen. Das Projekt musste europaweit ausgeschrieben werden“, teilte Wolfgang Siebenhütter, Leiter des Service-Centers Bau der Bezirkskliniken, mit. Der Bauherr rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro.

Das Wirtschaftshochhaus – im BKH auch „L-Bau“ genannt – ist das höchste Gebäude auf dem Kaufbeurer Klinikgelände. „Selbst der Neubau der Forensischen Klinik nebenan hat nur fünf Stockwerke“, zieht Regionalleiter Claus Thoma als Vergleich. In dem Hochhaus sind neben dem Historischen Archiv auch die Wäscherei, Teile des Kasinos/der Speisenversorgung, im Erdgeschoss das Lager/Magazin und im Keller unter anderem ein Maschinenraum, die Be- und Entlüftung sowie die Elektroverteilung untergebracht. Das Gebäude, das aus den 1960er Jahren stammt, ist mit seiner derzeitigen Fassade jedoch optisch wie technisch in die Jahre gekommen. Da bereits Fassadenelemente abgebrochen und herabgefallen sind, wurde zur Sicherheit vor einigen Jahren ein Bauzaun vor dem Gebäude aufgestellt. Da eine Entscheidung, wie es nun weitergehen soll, dringend notwendig war, wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Damit wurde das Architekturbüro Fischer und Gibbesch aus Sonthofen beauftragt.

Die Fachplaner von „FG Architektur“ kommen zum Ergebnis, „dass der Ausbau des fünften und sechsten Obergeschosses einschließlich dem Einbau von Photovoltaikelementen in Dach und Fassaden für uns unter wirtschaftlichen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Gesichtspunkten die beste Möglichkeit darstellt“. Das sieht der Verwaltungsrat des Gesundheitsunternehmens auch so. Die zwischenzeitlich aufgekommene Idee, die beiden oberen Stockwerke, die derzeit leer stehen, abzutragen statt sie aufwendig zu sanieren, wurde verworfen.

Interessanterweise, so der Regionalleiter, wurden die Räume im fünften und sechsten Stock in früherer Zeit schon als Wohnungen genutzt. „Sie stehen aber schon lange leer“, berichtet Thoma. Dabei zeigt er in einem leeren Raum auf eine Wand, deren Tapete an ehemalige DDR-Zeiten erinnert. „Hier muss alles kernsaniert werden: Fenster, Leitungen, sanitäre Anlagen und so weiter“

Die Bezirkskliniken mit ihrem BKH Kaufbeuren als ältesten Standort wollen bei dem Millionenprojekt aus der Not eine Tugend machen. Auf den Süd-, Ost- und Westseiten des Wirtschaftshochhauses sollen zwischen den Fensterbünden und auf dem Dach jeweils Photovoltaikelemente installiert werden, kündigt Service-Center-Leiter Siebenhütter an. Damit soll nachhaltig Energie erzeugt werden. Die erneuerungsbedürftige Außenhaut des Gebäudes in Stahlbetonbauweise soll eine Metallfassade werden. Bestandteile des Vorhabens sind auch eine statische Sanierung sowie der Einbau eines Aufzugs. „Die Beauftragung des Architekten soll noch im April abgeschlossen werden. Dann wird ein Planungsteam mit Fachplanern zusammengestellt“, nennt Siebenhütter als weitere Schritte. Die nächste Phase besteht dann darin, dass ein Entwurfsplan, eine Kostenberechnung und ein Bauzeitenplan erstellt werden.

Ziel der Fassadensanierung ist neben den wirtschaftlichen und Umweltaspekten auch eine gefälligere Gestaltung – damit sich der L-Bau besser in den Gesamtkomplex des weitläufigen Klinikareals einfügt. „Entscheidend ist jedoch, dass wir mit 14 neuen Appartements dringend benötigten, attraktiven Wohnraum für unsere Beschäftigten zur Verfügung stellen können. Das ist aus unserer Sicht ein ideales Instrument, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gewinnen und sie für eine Tätigkeit in unserer Klinik zu begeistern“, sagt Claus Thoma, der Mitglied der örtlichen Krankenhausleitung ist.

kb

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