Wohin mit dem Feuerwehrmuseum?

Der Fuhrpark des Kaufbeurer Feuerwehrmuseums beinhaltet viele Unikate und wurde sogar schon für Ausstellungen verliehen. Foto: privat

Den 10.000sten Besucher hat das Feuerwehrmuseum vor kurzem begrüßt. Die Frage ist nur „wo“, denn das Museum ist derzeit mangels geeigneter Räumlichkeiten auf vier Standorte verteilt. Hauptstandort ist die ehemalige „Spittelmühle“ in der Stadtmitte, wo kürzlich sogar ein liebevoll gestalteter Kinderpfad eingeweiht wurde. Aber selbst diese Notlösung wird zum Dezember 2011 enden, weil das Museum dann aus internen Gründen aus dem Gebäude ausziehen muss.

„Wir haben unter unseren Exponaten wertvolle Unikate, beispielsweise ein Fahrzeug der Marke Alta Magira Omnibus“, betont Vorstand Helmut Winkler. „Aber gerade die Fahrzeuge brauchen natürlich viel Platz. Das ist auch der Grund, warum wir momentan nicht alle Stücke an einem Ort zeigen können.“ Ideal wäre laut Winkler eine trockene Halle mit 1500 bis 2000 Quadratmetern Fläche. Dies sei in Kaufbeuren nicht leicht zu finden, aber, so der Vorstand: „Wenn jemand über eine solche Immobilie verfügt, würden wir uns über einen Kontakt sehr freuen!“ Als weitere Notlösung, das heißt als reine Unterstellmöglichkeit für die großen Exponate, würde vorerst aber auch eine Halle mit 800 bis 900 Quadratmetern reichen. „Das Interesse der Bevölkerung an unserer Ausstellung ist auf jeden Fall vorhanden, auch viele Jugendliche engagieren sich bei uns“, erzählt der Feuerwehrler. Auch unabhängige, nichtstaatliche Museen hätten das Konzept absolut positiv bewertet. „Da wäre es eine Schande, wenn all diese Bemühungen aus reinen Platzgründen scheitern würden und wir das Museum schließen müssten.“ Dabei habe zu Beginn der Suche alles noch rosig ausgesehen: auf dem sogenannten „Momm-Gelände“ nicht weit von der Innenstadt habe man bereits begonnen, eine geeignete Halle herzurichten. Dann sei das ganze Projekt aber aus finanziellen Gründen in Frage gestellt worden und drohe nun ganz zu scheitern. „Die Stadt Kaufbeuren will uns bei der Miete für eine neue Örtlichkeit unterstützen, es werden aber praktisch zusätzliche Gelder benötigt“, so Winkler, obwohl man die Ertüchtigung einer entsprechenden Halle – wie die übrigen Tätigkeiten im Rahmen der Museumsarbeit – auf ehrenamtlicher Basis bewerkstelligen könnte. „Uns ist ein Standort innerhalb der Stadt schon sehr wichtig, da sonst viele Menschen Schwierigkeiten hätten, zu uns zu kommen, Besuche von Schulklassen beispielsweise würden sich bei einem weiter entfernten Standort irgendwo auf dem Land als unverhältnismäßig schwierig gestalten. Außerdem würde dann der direkte Bezug zur Stadt Kaufbeuren verloren gehen“, erklärt der Vorstand. Seine Bitte daher: „Wer eine entsprechende Halle mit den oben genannten Eigenschaften kennt oder sogar besitzt oder uns mit einer finanziellen Spende helfen möchte, und mit uns Kontakt aufnimmt, tut wirklich ein gutes Werk!“ Für die Stadt Kaufbeuren wäre es jedenfalls der Verlust einer Attraktion, müsste das Feuerwehrmuseum wirklich „dicht machen“: es ist das einzige im schwäbischen Raum. Eine Kontaktaufnahme ist immer möglich zu den Öffnungszeiten am Standort „Spittelmühle“: jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12.30 Uhr, jeden Mittwoch von 14 bis 16.30 Uhr sowie nach Vereinbarung mit Herrn Winkler unter der 08341/ 960720 oder unter fwmuseum.kaufbeuren@t-online.de. Der Kinderpfad ist geeignet für Kinder ab cirka zehn Jahren. fr

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