Zum Wohle der Stadt

„Es geschieht in Marktoberdorf so viel und wir bekommen es gar nicht alles mit“, würdigte Franz-Josef Fendt, Vorsitzender der Initiative Stadtentwicklung Marktoberdorf (ISM), die Bemühungen der Marktoberdorfer für ihre Stadt. Zum zweiten Mal seit 2007 lobte die Initiative den Emmi Fendt-Preis für bauliche Veränderungen „zum Wohle für die Stadt und zum Wohle für die Menschen in Marktoberdorf“ aus, wie Fendt es in seiner Ansprache ausführte.

In drei Kategorien wird der Preis verliehen: „Gewerbe und Industrie: Neubau“, „Gewerbe und Industrie: Renovierung“ sowie „Wohnen: Neubau und Renovierung“. Nicht einfach nur eine Urkunde, die sich an die Wand gehangen werden kann, sondern ein von dem Marktoberdorfer Bildhauer Bruno Wank an der Münchner Akademie der Künste gestaltetes Stück Bronzeseil sowie eine Bronzetafel dürfen die Preisträger nun ihr Eigen nennen. Es steht für die Symbolik, dass gemeinsam an einem Strang gezogen und somit gemeinsam für die Stadt Marktoberdorf und die Bürger etwas getan wird. „Denn wir ziehen alle an einem Seil, weil wir alle dieses Marktoberdorf lieben und uns dafür einsetzen“, ist Fendt der festen Überzeugung. Nicht immer nur über die schimpfen, die nichts tun, sondern „die Leute belobigen, die etwas getan haben“, sei das Ziel der Würdigung durch den Emmi Fendt-Preis. Des Weiteren soll der Preis dazu beitragen, „Marktoberdorf in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht zu fördern“, darauf baut der Marktoberdorfer Architekt Alexander Müller, der zusammen mit der Unternehmerin Elisabeth Fendt und dem Journa- listen Herbert Keppler die dreiköpfige Preisjury bildete. In diesem Jahr erhielten den Preis in der Kategorie „Industrie und Gewerbe: Neubau“ die Firma AGCO/Fendt für das Fendt Forum. Dieses wurde von dem Architekturbüro Weinberger und Anderl aus Schongau gestaltet und liegt am süd-westlich gelegenen Stadtrand. Besonders gut gefallen habe der Jury, wie Müller berichtete, dass „die Architektur des Fendt-Forums einer stilisierten Maschinenhalle, übersetzt in moderne und wertbeständige Materialien, gleicht und damit eine gelungene Metapher bildet zum einen für die Produkte, die für die Bauherren stehen, sowie zum anderen für die Region, in der diese Produkte entstehen.“ Müller führt aus, dass sich das Gebäude „unaufdringlich“ in die Landschaft einfüge, ohne dabei pompös zu wirken und „übermäßig protzen zu wollen“. In der Kategorie „Indus- trie- und Gewerbebau Renovierung“ erhielt den Preis die Firma Anton Atterer für die energetische Sanierung des Geschäftsgebäudes. Die Bauherren sind Petra und Andreas Wachter und der Architekt ist Thomas Traut aus Marktoberdorf. Die Sanierung sei, laut Jury, gelungen „ohne aufgesetzt oder gewollt zu wirken und damit den Reiz und die Herkunft des Urgebäudes zu verleumden oder zu verfremden“. In der dritten Kategorie ging der Preis an die Firma Xaver Schmidt für die betreute Wohnanlage an der Tigaustraße. Es handelt sich dabei um eine Eigenplanung. In der Begründung der Jury heißt es: „Architektonisch einer unaufdringlichen, aber klar gegliederten und durchdetaillierten Grundhaltung folgend, städtebaulich passend in Kuben aufgeteilt, bietet die Anlage Raum für diverse Wohnformen. Die Architektur grenzt niemanden aus und bietet somit eine breite Identifikationsmöglichkeit.“ Einsatz für Marktoberdorf Die Preise überreichte Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer. Dieser hofft darauf, dass „es der nächsten Jury noch viel schwerer fällt den Gewinner zu finden“ als in diesem Jahr und möchte dadurch die Marktoberdorfer motivieren noch mehr in ihrer Stadt und für ihre Stadt zu verändern.

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