Ideen bis Ende der Woche einreichen

Neue Ideen für die Stadt

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An fünf Thementischen waren die Bürger eingeladen, sich zu den Themen der Stadtentwicklung mit Experten und Verwaltung auszutauschen.

Kaufbeuren - Wo soll es hingehen mit Kaufbeuren in den kommenden Jahrzehnten? Bei der Beantwortung dieser Frage kann die Wertachstadt innovative Ideen gut gebrauchen. Darüber waren sich beim 2. Bürgerworkshop zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) alle Teilnehmer einig. Ideen und Schwerpunkte waren schon während eines ersten Workshops vor einigen Monaten gesammelt worden und wurden nun am vergangenen Mittwoch näher erörtert.

Fünf Bereiche sind es, auf die die Stadt im Anschluss an den Bürgerworkshop im September ihren Fokus gelegt hat, oder wie es Nikolai von Brandis vom für das Kaufbeurer ISEK beauftragten Büro UmbauStadt in seiner Begrüßung ausdrückte: „In den fünf Bereichen, die wir nun für die Bürgerbeteiligung ausgemacht haben, sollte Kaufbeuren unbedingt was tun“. 

An fünf Thementischen erarbeiteten entsprechend die Moderatoren zusammen mit den rund 50 Bürgern Ideen, wie sich das Leben vor Ort besser, einfacher und zukunftsfähiger gestalten lassen könnte. Dabei zeigte sich schnell: Die „eine Bürgermeinung“ gibt es nicht – zwischen den Workshop-Teilnehmern wurde mindestens genauso kontrovers diskutiert wie zwischen Bürgern, Fachleuten und Verwaltung. Der Fokus lag am Ende der Veranstaltung laut Dr. Ulrich Wieler von UmbauStadt auf folgenden Punkten:

1. Handlungsfeld Mobilität 

• Verbesserung des Radwegenetzes 

• Bessere Vertaktung im ÖPNV 

• Zukünftig stärkere Förderung von alternativer Mobilität zum Auto 

• Attraktivierung des Bahnhofsumfelds

2. Wohnen 

• Innenstadtleerstände als Wohnraum nutzbar machen 

• Schaffung von Anreizen für Eigentümer in der Altstadt zum Bauen/Sanieren 

• Erschwingliches Wohnen und Mehr-Generationen-Wohnformen unterstützen, auch in Neugablonz

3. Flächen 

• Leerstandsmanagement aktiver gestalten

4. Grün und Stadträume 

• Stärkere Verbindung bestehender Grünräume, vor allem auch an der Wertach 

• Aufwertung der städtischen Grünräume, insbesondere Jordanpark 

• Aufwertung und Freilegung verschiedener Wasserläufe in der Stadt (Märzenbach, Mühlenbach) 

• Freizeit- und Sportanlagen sowie Wege aufwerten, Naherholungsbereiche schaffen

5. Handlungsfeld Kerne 

• Schaffung eines „Hauses der Bildung und Kultur“ 

• Besseres Ortsbild im Kernstadtbereich 

• grüne Zwischenbereiche zwischen den Ortsteilen bewahren

Das ISEK ist sowohl die Voraussetzung dafür, für zukünftige Projekte Gelder der Städtebauförderung zu erhalten, andererseits aber laut Oberbürgermeister Stefan Bosse „ein wichtiger Indikator für künftige Entscheidungen im Stadtrat“. Die nächsten Schritte sind nun laut Dr. Wieler, die aktuellen Ergebnisse genauer auszuwerten und in einem dritten Bürgerworkshop vorzustellen und zu diskutieren. Für diesen gibt es noch keinen genauen Termin: Er soll jedoch vermutlich im Juni oder Juli stattfinden. 

Danach geht das bis dahin erarbeitete Konzept an den Stadtrat, laut Werner Fehr von der Stadtverwaltung soll das Gesamtkonzept bis Jahresende stehen. Wer am Mittwoch nicht im Stadtsaal sein konnte und sich noch mit Vorschlägen an der Ideenfindung beteiligen möchte, kann dies noch bis Ende der Woche unter http://www.umbaustadt.de/projekte/isek-kaufbeuren oderhttp://www.kaufbeuren-baut.de/Projekte/ISEK tun.

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