Landrat Johann Fleschhut verleiht Auszeichnungen an Ehrenamtliche

Wertschätzung für das Ehrenamt

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Diese ehrenamtlichen Helfer wurden für Engagement im Ostallgäu geehrt.

Marktoberdorf – Im feierlichen Rahmen hat vergangene Wochen Landrat Johann Fleschhut Auszeichnungen des Freistaats Bayern sowie des Bayerischen Roten Kreuzes verliehen. Die Ehrenamtlichen wurden für außerordentliche Verdienste und ihren unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft geehrt.

„Dies ist ein Ehrungsabend, den wir immer wieder gerne zusammenführen“, eröffnete Fleschhut den Abend, an dem er ehrenamtlich engagierten Mitbürgern aus dem Ostallgäu seine Wertschätzung ausdrückte, „um die breite Palette darzustellen“, in der das Ehrenamt in der Gesellschaft vertreten ist. Er nutzte die Gelegenheit, um staatliche und kommunale Ehrungen zu verleihen und verdiente Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes für langjährige Verdienste zu ehren. 

Fleschhut zeigte sich erfreut, dass die Bürgermeister aus den Gemeinden der Geehrten so zahlreich erschienen waren: „Ihre Anwesenheit zeigt, wie ernst man das ehrenamtliche Engagement nimmt“ und von welcher Bedeutung es ist, „solche Bürger in der Gemeinde zu haben“. 

Bei den Landtagswahlen im September wurde durch einen Volksentscheid die „Wertschätzung des Ehrenamts mit großer Mehrheit in die Verfassung aufgenommen“, so Fleschhut weiter. Die Förderung des Ehrenamts sei damit zum Staatsziel erklärt worden und zeige, welche Bedeutung dem freiwilligen Engagement der Bürger zukomme. „Ohne das Ehrenamt ist keine Entwicklung, keine Bewegung möglich. Wenn wir uns umsehen, wo die Ehrenamtlichen tätig sind, stellen wir ganz einfach fest: Überall. Würde das Ehrenamt streiken, würde unser Leben schlagartig zum Erliegen kommen“, so Fleschhut. 

Aus diesem Grund war es dem Landkreischef ein besonderes Anliegen und eine besondere Ehre, die Ehrungen vorzunehmen. Die Motivation der Freiwilligen, sich für die Gesellschaft, die Kultur und das Vereinsleben einzusetzen, seien nicht in dem Erhalt von Urkunden, oder Vergünstigungen begründet, ergab eine Umfrage unter Ehrenamtlichen. Aber „Anerkennung steigert die Motivation“, resümierte Fleschhut. Der Verleihung der Auszeichnungen soll das Ehrenamt ein Stück weiter in das öffentliche Interesse rücken. „Wir möchten mit Ihrem guten Namen Werbung machen für das Ehrenamt. Es ist ein gutes Beispiel für andere, sich zu engagieren“, ist sich Fleschhut sicher. 

Franziska Hitzelberger aus Hopferau, die an diesem Abend die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland erhielt, wurde von Bürgermeister Georg Bayrhof für die Auszeichnung vorgeschlagen. Sie hat sich stets aufopferungsvoll für ihre Familie eingesetzt und fast ihr ganzes Leben der häuslichen Pflege Angehöriger gewidmet. Auch im hohen Alter nimmt sie noch jedes Jahr ihre geistig behinderte Schwägerin für fünf Wochen zu Besuch bei sich auf und kümmert sich in dieser Zeit liebevoll um sie. Diesem Einsatz gebührt laut Fleschhut „großer Respekt“. Und doch hat er bei all ihrem Engagement noch eine Bitte an Hitzelsberger: „Denken Sie auch an sich.“ 

Uwe Claus aus Füssen, der für seine Verdienste um die Arbeiterwohlfahrt und seine tatkräftige Unterstützung in zahl- reichen Vereinen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhielt, vergaß dabei jedoch nicht, zu erwähnen, welchen Rückhalt von Freunden und Familie es benötigt, um ein freiwilliges Amt mit vollem Einsatz ausüben zu können: „Ohne ihre Unterstützung hätte ich das nicht machen können.“ 

Im Anschluss an die staatlichen und kommunalen Ehrungen nahm Landrat Fleschhut die Auszeichnungen des Bayerischen Roten Kreuzes für langjährige Mitgliedschaften vor. Die Präsidentin des BRK, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, dankte den Freiwilligen für ihren unermüdlichen Einsatz und für zahllose Stunden, die sie für das Wohlergehen der Gesellschaft im Einsatz waren. Sie verabschiedete die Geehrten mit einem Aufruf und bekundete damit die enorme Bedeutung des Ehrenamts: „Das Ehrenamt braucht Nachwuchs. Werben Sie für das Ehrenamt!“ von Sabrina Hartmann

Die Auszeichnungen

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland: Franziska Hitzelberger (Hopferau)

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: Alois Altmann (Lengenwang), Uwe Claus (Füssen), Günter Frey (Sulzschneid), Erika Neuburg (Füssen), Albert Wahl (Seeg),

Kommunale Dankurkunde:

Karl Häfele (Westendorf), Brigitte Helchenberg-Mayer (Obergünzburg), Urlich Trippo (Rieden)

Ehrung für Wirken als Feldgeschworene: 25 Jahre: Leo Grotz (Schwangau)

Ehrungen des BRK 25 Jahre:

Andreas Allgaier (Pfronten), Andreas Baumgartner (Buchloe), Mario-Leander Breitkreutz (Pfronten), Gundula Fichtl (Marktoberdorf), 40 Jahre: Franz Ebentheuer (Füssen), Herbert Dopfer (Hopfen), Kurt Engel (Füssen), Manfred Girg (Unterthingau), Gerhard Öhler (Marktoberdorf), Michael Pahl (Füssen), Karl-Heinz Mayr (Füssen), Peter Müller (Lechbruck)

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