Zahl der Senioren wächst stark

Der Zugang zum Rathaus entspricht den Forderungen nach Barrierefreiheit, in den Sanitärräumen wird nachgebessert. Foto: Bauer

Überproportional, im Vergleich zum Landkreis, nehme in der Marktgemeinde die Anzahl der Senioren zu. Das habe eine Bevölkerungsprognose zur Untersuchung der demographischen Entwicklung ergeben, erklärte Bürgermeister Lars Leveringhaus (CSU) den Markträten, anlässlich ihrer jüngsten Sitzung. Auf der Basis des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Kreises und eines im Dezember 2007 genehmigten Grundsatzpapiers konnte den Gemeinderäten nun ein durch Herbert Heisler (FW) fortgeschriebenes Konzept für Obergünzburg vorgelegt werden, dessen Billigung auf der Tagesordnung stand.

Das Erfordernis, sich auf kommunalpolitischer Ebene mit der Demographie zu beschäftigen, untermauerte Bürgermeister Leveringhaus mit harten Zahlen. Heute lebten 1269 Menschen in Obergünzburg, die 65 Jahre und älter seien, im Jahr 2014 seien es schon 1453. Bis zum Jahr 2020 wäre ein Ansteigen auf 1732 Menschen zu erwarten, was einer Zunahme um 36 Prozent entspräche. Im Landkreisdurchschnitt würde die Altersentwicklung weniger steil verlaufen, hier sei nur mit einer Zunahme um 21 Prozent zu rechnen. Erfreulicherweise sagte Leveringhaus, habe Herbert Heisler die Aufgabe des Seniorenbeauftragten vertretungsweise für Paolini Nicola (CSU) übernommen, der im Verlauf der Ratsitzung um Verständnis dafür bat, dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen abgeben zu müssen. Leveringhaus erklärte hierzu, dass Nicola auf jeden Fall noch in würdiger Form aus seinem Amt verabschiedet werden solle, und dass es bis Januar sicher einen Lösungsvorschlag für die Nachfolge geben werde. Das Seniorenpolitische Konzept, das den Räten im Entwurf vorlag, zeigt elf Handlungsfelder für Obergünzburg auf, von denen eine integrierte Orts- und Entwicklungsplanung an erster Stelle steht. Neben der Nahversorgung, der medizinischen Versorgung und dem Nahverkehr spielt hier natürlich die Barrierefreiheit eine wesentliche Rolle. Während die Fußgängerüberwege bereits dem Soll entsprächen, bemerkte Leveringhaus, werde im Rathaus noch nachbessert. Auch das Wohnen zu Hause, die Beratung, die gesellschaftliche Teilhabe, das Engagement von Senioren, die Betreuung und Pflege nehmen einen breiten Raum in dem seniorenpolitischen Konzept ein. Ohne Gegenstimmen wurde dieses Konzept, für das die Gemeinde viel Lob aus dem Staatsministerium für Soziales erhalten hatte, durch die Markträte gebilligt.

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