Polizei und Rettungskräfte im Dauereinsatz

Zahlreiche Ausschreitungen am Osterwochenende in Kaufbeuren

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Kaufbeuren - Am Osterwochenende kam es zu zahlreichen Ausschreitungen und Übergriffen. Betroffen war nahezu ausschließlich das Stadtgebiet Kaufbeuren. Ursächlich für die Exzesse war in den meisten Fällen laut Angaben der Polizei wie so oft ungehemmter, massiver Alkoholkonsum.

Karfreitag:

Ein 27-jähriger Gast wurde demnach am Karfreitag gegen 5 Uhr morgens der Wertach Stuben verwiesen, nachdem dieser sich dort aufgeführt hatte. Über den Rausschmiss erbost, trat dieser kurzerhand die Glas-Eingangstüre ein. Hierbei entstand ein Sachschaden von ungefähr 500 Euro. Bei Eintreffen der Zivil-Streife stand der ungebetene Gast mit 2,46 Promille immer noch vor der verschlossen und zwischenzeitlich beschädigten Türe. Nun droht dem Mann eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Am späten Nachmittag musste ein 34-Jähriger aufgrund einer Tablettenüberdosis zunächst ins Klinikum Kaufbeuren und dann ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden. In der Nacht gelang es dem 34-Jährigen dann sich zu befreien. Im Anschluss randalierte er auf der Station und ging auf das Pflegepersonal los.

Ostersamstag:

Bereits um 17.25 Uhr kam es in einer Bar in der Ganghoferstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Kenntnisstand begann ein 50-Jähriger in der Gaststätte zu pöbeln und wollte wohl eine 21-jährige Frau angehen. Ein 63-jähriger Marktoberdorfer nahm dies zum Anlass dazwischen zu gehen und den 50-Jährigen niederzuschlagen. Dieser zog sich dabei leichte Verletzungen an Hals und Hinterkopf zu. Gegenüber der eintreffenden Streife zeigte sich der erheblich alkoholisierte 50-Jährige sehr aufbrausend. Er ging die Beamten verbal an und behauptete gegenüber dritten, die Polizei hätte seine Verletzungen verursacht. Den Alkotest verweigerte er vehement.

Ostersonntag:

Um 13.20 Uhr bat der Rettungsdienst um polizeiliche Hilfe, da ein 35-jähriger Neugablonzer wohl eine Psychose erlitt und randalierte. Letztlich begab sich die Person freiwillig in psychiatrische Behandlung.

Zur gleichen Zeit kam es in der Innenstadt zu einer massiven Beziehungsstreitigkeit, bei der ebenfalls die Polizei benötigt wurde.

Nur unmittelbar darauf um 13.40 Uhr rief eine Asylbewerberin aus der Grünwalder Straße um Hilfe, da sie von einem Bekannten (ebenfalls Asylbewerber) bedroht wurde und sich aus Angst in ihrem Zimmer einsperren musste.

Um 17.10 Uhr löste eine 70-Jährige einen Polizei- und Rettungseisatz aus, nachdem sie völlig betrunken bei der Polizei anrief und mitteilte, dass sie in der Badewanne liege, sich den Kopf gestoßen habe und alles voller Blut sei. Die eintreffenden Rettungskräfte stellten bei der Frau lediglich eine kleine Platzwunde fest.

Ostermontag:

Gegen 0.53 Uhr verständigte ein Gast einer Diskothek die Polizei, da eine Frau aufgrund ihres Alkoholkonsums bereits mehrere Male in der Diskothek zusammengebrochen war. Diese musste letztlich vom Rettungsdienst versorgt werden.

Um 1.10 Uhr erschien ein hochgradig alkoholisierter 37-Jähriger zunächst auf der Polizeiinspektion Kaufbeuren, schrie dort im Vorraum herum und verlangte, dass man ihn nach Hause fährt. Nur kurze Zeit später randalierte derselbe Mann in einer benachbarten Gaststätte und schlug auch auf einen anderen 21-jährigen Gast ein. Bei der Personalienfeststellung durch die Polizei leistete der 37-Jährige dann massiven Widerstand und beleidigte die Beamten als „Drecksau“, „blödes Arschloch“ usw. Letztlich musste er in Gewahrsam genommen werden.

Zur gleichen Zeit wurde die Streife zu einer randalierenden Person in ein Hotel am Stadtrand gerufen. Ein 21-Jähriger verließ das Hotel kurzzeitig und kehrte dann völlig psychotisch zurück. Im Wechsel schrie und weinte er. Dann wurde er wieder aggressiv usw. Letztlich musste der Mann vom Personal und seiner Ehefrau am Boden fixiert werden. Der Alkotest bestätigte schließlich seine enorme Alkoholisierung. Er wurde ins Klinikum Kaufbeuren gebracht.

Um 3.40 Uhr wurde die Polizei zu einer weiteren Beziehungsstreitigkeit Am Bienenberg beordert. Ein 26-jähriger Kirgise schlug auf seine Lebensgefährtin ein und verletzte diese an der Lippe und am rechten Ohr. Sowohl Täter, als auch Opfer waren hochgradig alkoholisiert. Dem 26-Jährigen wurden durch die Polizei ein Platzverweis und ein Kontaktverbot erteilt.

Um 4.49 Uhr riefen die Türsteher einer Diskothek im Ringweg um polizeiliche Hilfe, da ein 35-jähriger Afghane andere Gäste belästigte und beleidigte. Als er dann aus dem Lokal gebeten wurde, ging er auf den Türsteher los. Beim Eintreffen der Streife wollte der Mann seine Personalien nicht angeben und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Bei der anschließenden Festhaltung wehrte er sich, schlug und trat nach den Beamten. Des Weiteren beleidigte er sie mit Ausdrücken usw. Letztlich musste er in Gewahrsam genommen werden. In der Haftzelle randalierte er weiter und schlug seinen Kopf gegen die Gitterstäbe.

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