Wegen Zigaretten die Ausgangssperre missachtet

Zahlreiche Fahrten unter Alkoholeinfluss in Kaufbeuren

Atemalkoholtest
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Zwei Autofahrer machten sich betrunken auf den Weg zum Zigarettenkauf. Dabei missachteten die Kaufbeurer aktuelle Corona-Regeln und müssen nun 500 Euro Strafe zahlen.

Kaufbeuren/Neugablonz – Die Polizei berichtet von drei Trunkenheitsfahrten. Alle am Wochenende zwischen Samstagabend und der Nacht auf Sonntag in Kaufbeuren geschehen. Spitzenreiter war dabei ein Fahrradfahrer mit über zwei Promille. Für die nächtlichen Autofahrer wird der Kauf von Zigaretten sehr teuer: Sie verstießen gegen das derzeit gültige Infektionsschutzgesetz und bekommen nun eine Rechnung in Höhe von 500 Euro. Abgesehen davon, dass sie betrunken am Steuer saßen.

Am Samstagabend teilte ein aufmerksamer Fußgänger der Polizei um etwa 19.30 Uhr telefonisch mit, dass ihm soeben ein Fahrradfahrer entgegenkam, welcher starke Schlangenlinien fuhr. Die Polizeibeamten der PI Kaufbeuren fanden den Radfahrer anschließend tatsächlich vor.

Der Grund für die unsichere Fahrweise war schnell ersichtlich, da der 53-Jährige einen Atemalkoholwert von über zwei Promille aufwies.

Betrunken zum Zigaretten kaufen gefahren

In selbiger Nacht wurde um 00.30 Uhr eine Verkehrsteilnehmerin in der Sudetenstraße bemerkt, welche mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit die Fahrbahn passierte um Zigaretten zu kaufen.

Bei der anschließenden Kontrolle war bei der 25-jährigen ebenfalls deutlicher Alkoholgeruch wahrnehmbar. Ein Alkoholvortest ergab hierbei einen Wert von knapp 1,7 Promille.

Selbe Tat, selbes Ziel

Nur zwei Stunden später wurde erneut ein Verkehrsteilnehmer in Neugablonz angetroffen, welcher gerade ebenfalls auf dem Weg war, Zigaretten an einer Tankstelle zu kaufen. Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre stellte auch dies keinen triftigen Grund dar, die Wohnung zu verlassen.

Während der Aufnahme des Sachverhalts war zudem Alkoholgeruch wahrnehmbar. Bei ihm ergab der Test einen Wert von knapp über einem Promille.

Teurer Spaß

Allen drei Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt noch vor Ort unterbunden und eine Blutentnahme angeordnet. Des Weiteren erwartet diese eine hohe Geldstrafe sowie die beiden zuletzt genannten eine mehrmonatige Entzug des Führerscheins sowie ein empfindliches Bußgeld wegen der derzeitigen Infektionsschutzverordnung, welche einen Regelsatz von 500 Euro vorsieht.

kb

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