Ein Muss für Aussteller und Besucher

Zehn Jahre Bauplus in Kaufbeuren: Zulauf ungebrochen hoch

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Reges Interesse herrschte insbesondere am Sonntag auf der Bauplus.

Kaufbeuren – Nach zehn Jahren Fachmesse Bauplus hat sich diese Veranstaltung zu einem fest im Kalender verankerten Termin in der Karthalle von Inhaber Josef Scheibel entwickelt. Sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher stellt die Baufachmesse eine äußerst beliebte und daher auch stets gut besuchte Möglichkeit dar, Planungen für Sanierungen und Renovierungen in Angriff zu nehmen.

Doch das Angebot der Messe hat sich mit den Jahren durchaus auch den Bedürfnissen der Besucher angepasst, wie Veranstalter Jens Güttinger von der MEMA messe & marketing in Neu-Ulm feststellt. Und mit 91 Ausstellern und etwa 5.000 Besuchern war der Zulauf auch am vergangenen Wochenende ungebrochen hoch.

Immer wieder gut besucht sind die vielfältigen Fachvorträge auf der Bauplus.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich bei der Eröffnung schon vor dem Messerundgang erfreut: „Ich bin begeistert, was die regionale Wirtschaft auf die Beine stellt.“ Auf 5.000 Quadratmetern präsentierten sich überwiegend Aussteller aus der heimischen Region mit Angeboten aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung. Gut besucht waren auch diesmal die Fachvorträge zu den unterschiedlichsten Themen. Vorteilhaft ist das Parkplatzangebot und besonders günstig für die Besucher ist der kostenlose Eintritt, was von manchem Interessenten auch zu einem mehrfachen Besuch genutzt wird.

Ein optischer Blickfang: Viel Mühe hat dieser Aussteller für seinen Stand zum Thema Gartengestaltung verwendet.

„Ich bin gerne hier, weil ich eine große Unterstützung seitens der Stadt bekomme, aber auch die Familie Scheibel ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in der Gastronomie für Aussteller und Besucher gleichermaßen anbietet“, so der Veranstalter. Scheibel zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: „Wir haben wieder unsere Zahlen erreicht und positive Signale der Aussteller bekommen.“ Das Angebot der Aussteller hat sich in Teilen verändert. „Es sind verbesserte Angebote rund um die Themen Bauen, Modernisieren, Wohnen und Garten sichtbar, die zunehmend auf das Interesse der Besucher stoßen und eine individuelle Anpassung auch an gestiegene Bedürfnisse ermöglichen“, so Güttinger.

Großer Bedarf – fehlender Grund

Auf Ausstellerseite herrscht überwiegend große Zufriedenheit, wie sich auf Nachfrage zeigt. Franz Echtler von viva-immobilien ist von Anfang an dabei: „Wir hatten sehr angenehme und positive Gespräche, die wohl zu Abschlüssen führen werden. Die Leute kommen teils mit ganz konkreten Vorstellungen.“ Für Gerhard Schlichtherle von Acredo Bau ist die steigende Kostenentwicklung ein Grund für den Bedarf nach eigenen Immobilien. „Was uns fehlt, ist leider Grund und Boden, um bauen zu können“, so der Fachmann. Auch Hubert Müller vom Unternehmen Höbel zeigt sich zufrieden: „Wir hatten viele Interessenten mit guten Gesprächen. Die Messe ist für uns ein Muss“.

Handwerk und Dienstleistung

Die Firma Treppenbau Schrägle war erstmalig auf der Messe. „Wir hatten interessante Kunden, die sich zunächst informieren wollen, aber auch welche mit Plänen“, sagte Verkaufsberater Thomas Sorg, der sich durchaus auch im nächsten Jahr auf der Messe sieht. Richard Filser von der gleichnamigen Schreinerei ist sehr zufrieden: „Wir treffen, was die Leute suchen. Unsere Kunden kommen aus der Region, aber auch vom Ammersee und aus Schongau, weil es dort keine derartige Messe gibt“. Rolf Haugg vom Unternehmen esotronic für Sicherheitseinrichtungen am und im Haus gehört ebenfalls zu den Ausstellern der ersten Stunde: „Die Messe ist Pflicht für uns und der kostenlose Eintritt ist ein Riesenvorteil. Wir haben ein interessiertes Publikum, wobei sich zunehmend junge Leute mit Bauen beschäftigen, die technikbasiert und daher unseren Produkten gegenüber sehr aufgeschlossen sind“. 

Gut angenommen wird auch die Beratung in Sachen eigener Stromversorgung mit Solaranlagen.

Energieberater Hartmut Meier vom regionalen Energieversorger VWEW sieht den Messezeitpunkt günstig und sagte: „Durch das auslaufende EEG-Gesetz stellen wir eine große Nachfrage zum Thema eigene Stromnutzung und neue Einspeisevergütung fest.“ „Wir haben unser Ziel erreicht und sind sehr zufrieden“, lautete das Fazit von Stefan Geyrhalter von Raum & Design.

von Wolfgang Becker

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