Zehn Jahre "Junger Frauentreff"

Bei der ersten Veranstaltung im Mai 2000 zum Thema „Schwierigkeiten in der Schule - leichter lernen durch Kinesiologie“ war der Clubraum im Pfarrzentrum St. Peter und Paul im Kaufbeurer Haken so voll, dass aus dem großen Saal noch Stühle geholt werden mussten, erinnert sich Elfriede Heinrich-Stark. Sie hat vor mittlerweile zehn Jahren den „Jungen Frauentreff“, damals noch „Junge Gruppe“, eine Untergruppierung des Frauenbundes ins Leben gerufen. Im Herbst soll Geburtstag gefeiert werden, bereits am Freitag, 19. März, rollt zur „Großen Blutspendeaktion“ ein „18 Meter langer Blut- spendetruck“ an, verrät eine der beiden Leiterinnen der Gruppe, Janina Shafik.

Mindestens 100 Spender sollen ihren wertvollen Lebenssaft am 19. März lassen. Dieses hohe Ziel hat sich die Gruppe gesteckt. 40 bis 50 Spender seien es normalerweise, doch „wir schaffen mehr“, sind die Frauen überzeugt. Immerhin tun die Blutspender an dem Tag gleich doppelt Gutes. Einmal helfen sie Menschen, die Blut benötigen und gleichzeitig helfen sie mit ihrer Blutspende Gelder für die Dachsanierung des Pfarr- und Mesnerhauses zusammen zu bekommen. Das Bayerische Rote Kreuz stellt den Truck sowie zwei Ärzte. Die Idee zu der wirklich außergewöhnlichen Aktion hatte das „Junger Frauentreff“-Mitglied Margit Läufle. Sie hat von der Aktion in einer Gemeinde mal gehört und die Idee bei der Jahresplanung vorgeschlagen. Das Blutpenden ist ganz einfach: Am 19. März in der Zeit von 15 bis 20 Uhr im Pfarrzentrum St. Peter und Paul vorbeischauen. Erstspender sollten ihren Personalausweis nicht vergessen und routinierte Spender bringen ihren Blutspenderausweis mit. Und damit auch hinterher niemand vom Stuhl kippt, backen die Mitglieder sowie andere fleißige Helferinnen Kuchen und der V-Markt hat bereits eine Brotspende zugesagt. Zusätzlich ist für eine Kinderbetreuung gesorgt. Da gibt es wirklich keine Ausrede mehr, nicht Blut zu spenden! Natürlich wollen die Frauen des „Jungen Frauentreffs“ auch alle spenden. Am 21. März 2000 wurde zu einem ersten Infoabend geladen, am 4. April 2000 fand dann der zweite Treff statt zu dem 20 Frauen kamen und größtenteils auch blieben. Eine Frau der ersten Stunde war Bärbel Röck. Sie war damals frisch in den Haken gezogen und suchte den Kontakt zu der Pfarrei, den sie über den Treff fand. Neuestes Mitglied der Gruppe ist Angelika Huber. Bei ihr sei es „ein Unfall“ gewesen, dass sie zum Treff kam, berichtet sie lachend. Sie hat einen Aushang für die Jahresplanung gesehen und gedacht, dass es sich dabei um die Planung für den Kindergarten handle. In Wirklichkeit ist sie beim Frauentreff gelandet und geblieben, da es eine „ganz nette Gruppe“ ist. Seit rund drei Jahren leiten Janina Shafik und Isabell Krauß den Treff. Das Ziel, dass vor zehn Jahren Elfriede Heinrich-Stark schon für sich formulierte, ist heute noch aktuell: „Junge Frauen sollen sich austauschen.“ Jeden zweiten Dienstag im Monat, sofern keine Ferien sind, treffen sich die 24 Mitglieder um 20 Uhr meistens im Clubraum im Pfarrzentrum zu Themenabenden. Da werden Spiele ausprobiert, gebastelt, aber auch Vorträgen gelauscht. Den Ideen für Abende sind fast keine Grenzen gesetzt. Höchstens es finden sich keine Referenten, wie beispielsweise bei dem Thema „Gefahren des Internets“. In dem Falle ist es auch an der Finanzierung gescheitert. „Denn wir achten darauf, dass die Referenten nichts kosten“, sagt Krauß. „Gäste werden sehr gern bei den Treffs gesehen“, betonen Shafik und Krauß und ergänzen, dass es keine Anwesenheitspflicht bei den einzelnen Treffen gibt. „Die Frauen ziehen sich einfach die Themen heraus, die sie interessieren“, unterstreicht Krauß. Wer mehr über den „Jungen Frauentreff“ wissen möchte, kann sich bei Shafik unter Tel. 08341/15149 oder bei Krauß, Tel. 08341/876181, melden. Die verschiedenen Themenabende hängen auch jeden Monat im Schaukasten des Pfarrzentrums aus oder können im Internet auf www.pg-pup-hlf.de nachgelesen werden.

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