Im Zeichen der hellblauen Schleife

95-jähriger Golfsenior aus Kaufbeuren lädt zu Wohltätigkeitsturnier ein

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Engagement in der Prostatakrebs-Früherkennung: Senior Captain Wolfgang Ambrosius (v. li.), Sponsor Karl Ramminger und „Hole In One“-Spieler Heinz Müller.

Kaufbeuren/Bad Wörishofen – Vergangene Woche spielten die Herren im Golfclub Bad Wörishofen e.V. einen Tag lang Golf im Engagement für mehr Aufmerksamkeit gegenüber der Krankheit Prostatakrebs. Der Kaufbeurer Supersenior Karl Ramminger, der in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag feiern durfte, fand die Idee sich für die Blue Ribbon Golf-Serie zu engagieren sehr gut. Mit den Worten: „95 Jahre bin ich von dieser Krankheit verschont geblieben, jetzt ist die Zeit auch etwas für die Aufklärung darüber zu tun“.

Somit übernahm er die zusätzlich zur Startgebühr erhobene Spende und sponserte auch noch die Preise für das Blue Ribbon Turnier im Golfclub Bad Wörishofen. Unter Einhaltung der Sicherheitsbedingungen in Bezug auf die Corona Pandemie setzten die Herren mit hell­blauen Schleifen, dem internationalen Symbol bei Prostatakrebs, und entsprechend farbigen Accessoires ausgestattet, ein Zeichen für mehr Aufmerksamkeit.

Wolfgang Ambrosius, Men’s Captain des Clubs, sagte im Anschluss an das Turnier: „Schon beim Turnier anlässlich des 90. Geburtstags, kündigte unser Ehrensenior Karl Ramminger an: ,Sollte ich mit 95 noch Golf spielen veranstalte ich noch ein Turnier‘. Dies setzte er nun in die Tat um“. Auch bei diesem Turnier kam seine Spende einem wohltätigen Zweck zu Gute. In diesem Jahr war Blue Ribbon Deutschland die begünstigte Organisation. So gingen 44 blau gekleidete Spieler an den Start und machten damit auf die Krankheit Prostatakrebs und die bei rechtzeitiger Erkennung gute Überlebensrate aufmerksam. Um dabei zu sein, reisten Wolfgang Deters und Michael Holhey extra aus Oberstdorf an und Axel Kyek schnupperte in die Gruppe rein. Als Starterin fungierte Uschi Sieber.

In den Dienst der guten Sache stellten sich auch Ute Steinbrink und Inge Kollmann, die alle Teilnehmer bei Turnierhalbzeit mit Getränken und Essen versorgten und sogar ihr Trinkgeld spendeten. Zusätzlich erhöhte eine Einzelspende die Summe. So kann sich Blue Ribbon Deutschland über eine Spende in Höhe von 743 Euro freuen und die Aufklärungsarbeit weiter voran bringen.

Heinz Müller aus Stöttwang gelang überdies ein „Hole in One“, was bedeutet, dass er den Ball mit nur einem Schlag vom Abschlag in das Loch spielte.

„Dieses Jahr sind pandemiebedingt bereits Turniere abgesagt worden. Das trifft unsere Organisation sehr schwer. Wir freuen uns, dass nun die sinkenden Infektionszahlen Lockerungen auf den Golfplätzen zulassen und unter sicheren Bedingungen doch noch Blue Ribbon Turniere für den guten Zweck ausgetragen werden können“, sagte Katharina Müller von Blue Ribbon Deutschland. „Das Engagement der Golf Clubs ist für unsere Arbeit eine riesige Bereicherung. Es ist so wichtig und gleichermaßen schwierig Ängste abzubauen und gesellschaftliche Tabus aufzubrechen. Das gelingt uns nur durch eine starke Gemeinschaft und indem wir immer und immer wieder aufmerksam machen und Informationen verbreiten.“

„Unser Karl kündigte an, die ganze Aktion mit 100 zu wiederholen und wir alle wünschen ihm das“, so Ambrosius abschließend.

kb

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