Mischung aus Spaß und Ernst

Zertifikate: Industriekaufleute zur beruflichen Bildung in London

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44 angehende Industriekaufleute der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren nahmen für eine erfolgreiche Teilnahme an einem Bildungsprojekt in London Zertifikate und Europässe in Empfang.

Kaufbeuren – Bereits zum 13. Mal weilten diesmal 44 angehende Industriekaufleute der Klassen 11a, 11b und 11c der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren mit ihren Lehrkräften zu einem dreiwöchigen beruflichen Lernaufenthalt in London. Unter dem Projekttitel „Internationaler Kaufmann – neue Wege in der Berufsausbildung für Industriekaufleute“ wurden über die „Nationale Agentur Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in Bonn die Fördermittel beantragt. Am Montag fand in der Aula der Berufsschule im festlichen Rahmen die Übergabe der Zertifikate und Europässe an die Teilnehmer statt.

Dieses EU-Berufsbildungsprogramm, das früher unter dem Namen „Leonardo da Vinci“ geführt wurde, jetzt aber „Erasmus plus“ heißt, wird von der Staatlichen Berufsschule in Kaufbeuren gerne in Anspruch genommen. Werden doch allgemeine berufliche und betriebliche Praktika und Fortbildungen, Partnerschaften sowie innovative Berufsbildungsprojekte auf ideale Art und Weise gefördert.

Wie die Leiterin des „European College of Business and Management“ (ECBM) aus London, Sarah Iles betonte, sei bei diesen Lernaufenthalten vor allem die Förderung der persönlichen und fachlichen Entwicklung der Teilnehmer wichtiges Ziel. In erster Linie sollen aber praxisnahe berufliche Erfahrungen im Ausland gesammelt und gleichzeitig Fremdsprachenkenntnisse verbessert werden. Durch den Erwerb eines Zertifikats und des „Europass“ nach erfolgreich bestandenen Prüfungen, bestünden wesentlich bessere und attraktivere Chancen auf dem in- und ausländischen Arbeitsmarkt.

Der neue stellvertretende Schulleiter Ingo Meyer konnte neben den „Londonfahrern“ auch Eltern und Ausbilder, sowie 2. Bürgermeister Gerhard Bucher und Sarah Iles vom ECBM London begrüßen.

Mit einer britischen Flagge, die genau zu dem Zeitpunkt, als der Brexit angesprochen wurde, einseitig von der Wand herunterfiel, hatten die Schülerinnen und Schüler die Aula „very british“ geschmückt. In verschiedenen Präsentationen stellten sie im weiteren Verlauf ihren London­aufenthalt bei den Gastfamilien, in der Schule, den Lernprogrammen und Prüfungen, aber auch den weiteren Aktivitäten wie Musicalbesuchen und Besichtigungen den Anwesenden vor. Musikalisch wurde der Festakt durch die Band „Line Up“ und deren Sängerin Leonie Negele untermalt.

So manche heitere Anekdote kam an diesem Nachmittag durch die Schüler und die begleitenden Lehrkräfte zur Sprache. Martin von Heckel und Armin Brenner sorgten mit ihrem Londonrückblick für allgemeine Heiterkeit. Anhand des Songtextes „It‘s my life“ von Bon Jovi wurden diese drei Wochen in der britischen Metropole aufgearbeitet. Dabei sei für viele die Devise „jetzt oder nie“ im Vordergrund gestanden. Eine Mischung aus Spaß und Ernst seien diese drei Wochen gewesen. Und so kam von den begleitenden Lehrern auch der wohl gemeinte Rat zum Schluss: „Gebt nie auf! Ihr habt London überstanden – dann packt ihr auch den Rest!“

Übereinstimmend wurde festgehalten, dass viel für die einzelnen schriftlichen und mündlichen Prüfungen, sowie eine abschließende schriftliche Projektarbeit „gebüffelt“ werden musste. Umso größer die Freude und der Stolz bei den angehenden Industriekaufleuten, es letztlich geschafft zu haben. Und so war die Überreichung der Zertifikate und Europässe an die erfolgreichen Auszubildenden der Höhepunkt.

Zusätzlich wurden in diesem Zusammenhang acht Schülerinnen und Schüler geehrt, die besonders erfolgreich diese Prüfungen an der ECBM abgelegt hatten. Auf dem Bronzeplatz landeten Toni Lahr von der Firma Elektronik Lauter GmbH Kaufbeuren, Paulina Lebetz von der Firma Bihler GmbH & Co KG Halblech, Marvin Özberk von der Firma Iwis-smart connect GmbH Rieden am Forggensee, Alena Scholz von der Firma Salamender Türkheim und René Tretschok von der Firma Karwendel-Werke Buchloe. Mit der zweitbesten Leistung wurden Julia Schmidt von der Firma A. Moksel GmbH Buchloe und Melanie Fendt von der Firma UTM GmbH & Co KG Markt­oberdorf geehrt. Mit dem besten Ergebnis auf dem Goldrang wurde Michaela Dischler von der Firma Deckel Maho Pfronten ausgezeichnet.

von Klaus-Dieter Körber

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