Schulleiter der Schrader-Grundschule und Konrektorin gehen in Ruhestand

Begleiter auf dem Bildungsweg

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Konrektorin Angelika Aßner und Rektor Michael Zettler nehmen Abschied von der Schrader-Schulfamilie und gehen in den wohlverdienten Ruhestand.

Kaufbeuren – In einer feierlichen Atmosphäre wurden Michael Zettler, seit 2004 Schulleiter der Schrader-Grundschule, und Konrektorin Angelika Aßner vergangene Woche im Matthias-Lauber-Haus verabschiedet. Die Veranstaltung fand im Beisein von Ehrengästen wie Oberbürgermeister Stefan Bosse, sowie dem Lehrerkollegium und Grundschülern statt, die sich zu diesem Anlass besondere Showeinlagen einfallen ließen.

Durch die Feierstunde führten die beiden Grundschüler Katharina und Oskar als Moderatorenduo in schicker Aufmachung.

Bosse erinnerte sich daran, dass Zettler der erste Schulleiter war, den er als OB einführen durfte. Diese Art der Dokumention einer langjährigen Zusammenarbeit – vom Beginn bis zur Verabschiedung – sei eine „wunderschöne Geschichte“. Durch Zettlers Einfluss, seiner „großzügigen Menschlichkeit“, sei die Schulgemeinschaft von einem „harmonischen Miteinander und demokratisch-philanthropischen Grundsätzen“ geprägt. Darüber hinaus, so Bosse, habe Zettler Gerüchten zufolge eine „Verabredung mit dem Wettergott“, die es ihm erlaube, die Wetterlage zu beeinflussen.

Der OB beschrieb Aßner, die 38 Jahre lang als Lehrerin tätig war, als „Organisationstalent und Meisterin der schriftlichen Erklärung“ mit einer Affinität zum Theater und Tanzchoreographien, die sie den Schülern leidenschaftlich gerne beibrachte. Daneben engagiere sie sich unter anderem als Ansprechpartnerin am Telefon der Frauenhilfe.

Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile hob die „überzeugenden Fähigkeiten im Denken und Handeln“ des Rektors hervor. Die Förderung der Schüler liege ihm stets am Herzen.

Konrektorin Aßner habe viel Stärke und Fingerspitzengefühl bewiesen, und im Stillen eine Leistung erbracht, deren Ausmaß oft nur „Insidern“ bewusst sei.

Auch Elternbeiratsvorsitzender Oliver Schill unterstrich die charakteristische Bescheidenheit in der Tätigkeit von Aßner und Zettler, jenes „geräuschlose Arbeiten, ohne sich in den Vordergrund zu stellen“, sowie Zettlers „unaufgeregte Art, Entscheidungen zu treffen“. Dementsprechend gut kämen die beiden auch bei ihren Schülern an; die „Wärme und Zuwendung in den Kinderstimmen“ bezeuge die individuelle Beziehung zu ihnen als einzigartige Persönlichkeiten.

Herbert Stumpe, Schulleiter der Adalbert-Stifter-Grundschule, kannte Zettler schon seit der gemeinsamen Studienzeit in Augsburg und erinnerte sich gerne an die Zeiten zurück, in denen er dank der „Kollegialität und Hilfsbereitschaft“ Zettlers etwa ein verlorenes Dokument nicht nochmal „neu erfinden“ musste. Auf seinem weiteren Weg im Ruhestand wünschte Stumpe ihm mit einem Augenzwinkern „viel Vergnügen bei den hausmännischen Aufgaben“.

Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschte Personalratsvorsitzende Ursula Schmidt den beiden Mut zur Offenheit und zitierte dazu die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach: „Man bleibt jung, so lange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann“.

Zettler richtete in seiner Rede Worte des Dankes an all die Kollegen, denen die Schulgemeinschaft wichtig ist. Froh sei er darüber, in den Jahren etwas bewegt und gestaltet zu haben, vor allem dann, wenn Kinder gerne zu ihm in die Klasse kamen. Für den „gefährlichen letzten Lebensabschnitt, den die meisten nicht überleben“ habe er keine konkreten Pläne – gemäß dem Motto „Dank für das Vergangene, Ja zum Kommenden“ sei er aber offen für Neues. Zettler appellierte an die Lehrkräfte, den Kindern weiterhin „verständnisvoll unter die Arme zu greifen“ und das „große Potenzial“, das in ihnen stecke, zu fördern.

Die Grundschüler stellten zwischendurch ihre musikalischen Fähigkeiten in heiteren Stücken unter Beweis, und auch das Lehrerkollegium sang und musizierte am Ende der Veranstaltung gemeinsam. Die Kinder hatten mit ihren Lehrkräften Karten mit individuellen Stichworten gestaltet, die dem Schulleiter und der Konrektorin zugedacht waren: Zum Beispiel „Werte-wart“ und „Menschenversteher“ für Zettler, und „Geduldsengel“ sowie „Wunschfee“ für Aßner.

von Mahi Kola

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