Container-Chaos

Zugemüllte Wertstoffinseln in Kaufbeuren sorgen für Unmut

+
Mitunter liegt viel Müll herum an Kaufbeurer Wertstoffinseln – vielen Bürgern ist das ein Dorn im Auge. Gegen die „Mülltäter“ will die Stadt nun aktiv vorgehen.

Kaufbeuren – Überfüllte Wertstoffinseln, Unrat in Mengen, illegal über Zäune geworfene Gelbe Säcke: Einigen Bürgern stoßen die unansehnlichen Müllinseln in Kaufbeuren übel auf. So brachte Ernst Holy (KI) das Thema in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses auf.

Er sprach von zugemüllten Wertstoffinseln, in denen „mehr Müll draußen als drinnen liegt“.

Als Negativbeispiele nannte er die Situation am Bienenberg und der Liegnitzer Straße. Trotz der zeitweisen Sperrung des Wertstoffhofs in der Liegnitzer Straße wurden die Abfälle so etwa von einigen Leuten kurzerhand über den Zaun geworfen. Die illegale Müllablagerung verursache dabei eine erhebliche Mehrbelastung für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, appellierte Oberbürgermeister Stefan Bosse nochmals an die Vernunft der Bürger. Die Leute nutzen laut OB die Container an den Wertstoffinseln solange sie befüllbar sind – und stellen in manchen Fällen den Rest des Mülls dann einfach daneben ab. Andere würden das dann oft als „Signal“ auffassen, es dem Vorgänger gleichzutun, so Bosse. Da eine Videoüberwachung der Plätze rechtlich nicht möglich sei, regte Holy eine Belohnung für Zeugen an, die unrechtmäßig abgelegten Unrat entsprechend melden.

Überwachungsaktion

OB Bosse fasste eine Überwachungsaktion in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsdienst ins Auge: Die „Mülltäter“ sollen auf frischer Tat ertappt und angezeigt, und die Ergebnisse der Aktion entsprechend veröffentlicht werden. „Vielen fehlt es da an Unrechtsbewusstsein“, so Bosse. Die Missetäter müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Baureferent Helge Carl erwägte in der Sitzung die Möglichkeit, die Einhausungen der Container wegzulassen, um für mehr Transparenz und dadurch für soziale Kontrolle zu sorgen, die den ein oder anderen in seinem Fehlverhalten hemmen soll. Bosse sprach sich hier aber für eine „formelle Sozialkontrolle“ aus, die in Form der Überwachungsaktion erfolgen soll. „Wir wollen explizit dagegen vorgehen“, versicherte Bosse.

Mahi Kola

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

B12-Ausbau: Aktionsbündnis fordert geringere Ausbaubreite
B12-Ausbau: Aktionsbündnis fordert geringere Ausbaubreite
Morgen fahren keine Schulbusse in Kaufbeuren
Morgen fahren keine Schulbusse in Kaufbeuren
Erste Abschlussfeier an der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe Buchloe
Erste Abschlussfeier an der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe Buchloe

Kommentare