Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Zukünftiger Stadtrat Holger Jankovsky tritt als Vorsitzender des Stadtjugendrings Kaufbeuren zurück

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Holger Jankovsky.

Kaufbeuren – Schon bei seiner Kandidatur hatte er es intern angekündigt: „Im Falle meiner Wahl in den Kaufbeurer Stadtrat werde ich als Vorsitzender des Stadtjugendrings zurücktreten!“ Holger Jankovsky legt Wert darauf – auch um etwaigen Spekulationen, er sei zum Rücktritt gedrängt worden, vorzubeugen – zu betonen: „Nach einer erfolgreichen Kandidatur für den Kaufbeurer Stadtrat vom Vorsitz des Stadtjugendrings zurückzutreten ist eine sehr wohl überlegte, sicher nicht leichte, aber meine alleinige Entscheidung!“

Vorsitzender des Stadtjugendrings Kaufbeuren (SJR) und damit ehrenamtlich Verantwortlicher für circa drei Millionen Euro Haushaltssumme und über 70 Mitarbeiter einer der größten Jugendringe in Bayern zu sein, sei mit dem Einzug in das Stadtparlament vom Arbeitsaufwand, vor allem aber im Hinblick auf vorhersehbare Interessenskollisionen nur schwer vereinbar, so Jankovsky. Der Jugendring hat und soll immer die politische Meinung der Jugend vertreten, dabei aber parteipolitisch neutral bleiben. Dies sei mit einem Stadtratsmandat nicht zu vereinen.

Der Vorsitzende will im Vorfeld der Frühjahrsvollversammlung zurücktreten, bis dahin aber im Amt bleiben und damit den Weg für einen geordneten Übergang ohne Vakanz ebnen. Gerade im Zeichen der aktuellen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sei es laut SJR wichtig, bis zu den Neuwahlen eine stabile Führung des Stadtjugendrings zu gewährleisten.

Nachdem Jankovsky schon als Kind und später als Betreuer und Jugendleiter auf der Stadtranderholung, in der Kulturwerkstatt und bei Artistica Anam Cara aktiv war, gestaltete er seit 2011 als Vorstandsbeisitzer des Stadtjugendrings und ab 2015 als dessen Vorsitzender die Geschicke des SJR wesentlich mit.

Auch für die Zukunft steht das Thema Kinder und Jugendliche ganz oben auf der Prioritätenliste seiner Stadtratstätigkeit. „In der Kaufbeurer Jugendarbeit und mittlerweile auch auf Bezirks- und Bayernebene habe ich jede Menge lernen dürfen, was mir nun im Stadtrat sehr zugute kommt. Und eines ist klar: von Stadtranderholung, Kulturwerkstatt und Anam Cara werde ich auch zukünftig nicht ganz lassen können und tatkräftig mithelfen!“

Nachdem noch ein weiteres Vorstandsmitglied aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, sind die Kaufbeurer Jugendverbände und Jugendgruppen nun aufgerufen, zeitnah beim SJR zahlreiche Kandidaten zur Vervollständigung der Vorstandschaft, die noch bis 2021 im Amt bleibt, auf die in Kaufbeuren üblichen neun Mitglieder zu melden.

„Ich kann jedem nur empfehlen, sich für den Stadtjugendring zu engagieren. Neben der Möglichkeit zu gestalten, kann man durch die Gremienarbeit auch für sich persönlich viel mitnehmen und lernen. Am dankbarsten bin ich aber für die vielen Freundschaften, die ich so im Stadtjugendring, Bezirksjugendring und Bayerischen Jugendring knüpfen konnte, und freue mich darauf, mit diesen wunderbaren Menschen auch in Zukunft in Kontakt zu bleiben“, sagt Jankovsky über seine Zeit im Vorstand des Jugendrings.

Die Frühjahrsvollversammlung wird am ursprünglich geplanten Termin, 7. Mai, angesichts der damit verbundenen Ladungsfristen und der derzeitigen Versammlungsverbote nicht abgehalten. Einen Ersatztermin gibt der SJR zu gegebener Zeit bekannt.

kb

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