Erwachsenenbildung nun unter einer Dachgesellschaft

Zusammenschluss von Volkshochschulen im mittleren Landkreis Ostallgäu

Ostallgäu Mitte Volkshochschulen
+
Der Zusammenschluss der lokalen Volkshochschulen zur Volkshochschule Ostallgäu Mitte gGmbH ermöglicht noch bessere Organisation im Bereich der Erwachsenenbildung.

Ostallgäu – Nach längeren Diskussionen mit den Gemeinden in der Region Mittleres Ostallgäu wurden nun die jeweiligen regionalen Volkshochschulen zusammengeführt und die gemeinnützige Gesellschaft Volkshochschule Ostallgäu Mitte gegründet.

Die jüngste Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg hatte nur einen Tagesordnungspunkt: Die Zusammenführung der operativen Volkshochschularbeit im mittleren Landkreis zur Volkshochschule Ostallgäu gGmbH. Dabei ging es in der Sitzung insbesondere um die erwartete Zustimmung der gewählten Vertreter in der Gemeinschaftsversammlung zur Beteiligung der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.

Gemäß Gemeindeverordnung für den Freistaat Bayern sind die Gemeinden verpflichtet, öffentliche Einrichtungen zu schaffen, die nach den örtlichen Verhältnissen für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wohl und die Förderung des Gemeinschaftslebens ihrer Einwohner erforderlich sind. Unter anderen Einrichtungen für öffentliche Ordnung oder den Breitensport, ist auch für die Erwachsenenbildung Sorge zu tragen und diese zu erhalten. Hierzu erklärte der Obergünzburger Verwaltungsgemeinschaftsvorsitzende Lars Leveringhaus: „Diese ursprünglich gemeindliche Aufgabe wird nun an die gemeinnützige GmbH abgegeben.“ Zweck dieser Gesellschaft solle die Förderung der Volks- und Erwachsenenbildung sein, sowie die Förderung kultureller Zwecke. Wichtig war Leveringhaus auch noch die Aussage, dass diese Einrichtung auf Dauer angelegt sei.

Bereits am 3. Februar dieses Jahres wurde die gemeinnützige Gesellschaft notariell errichtet. Als Gesellschafter sind neben den Volkshochschulen Markt­oberdorf, Biessenhofen und Obergünzburg auch die Verwaltungsgemeinschaften Biessenhofen und Obergünzburg, die Märkte Unterthingau und Ronsberg, sowie die Gemeinden Kraftisried, Stötten am Auerberg und die Stadt Marktoberdorf vertreten. Das Stammkapital von 25.000 Euro wurde nach einem Schlüssel in Geschäftsanteile aufgeteilt, auch nach der Größe der beteiligten Gemeinden. Ein möglicher Beirat könne die Gesellschaft bei ihrer Arbeit unterstützen, meinte Gemeinschaftsvorsitzender Leveringhaus. Die einzelnen beteiligten Volkshochschulen würden weiterhin Vereine bleiben und ihre Arbeit in die neue Gesellschaft einbringen.

Organisatorisch wird die Hauptstelle in Marktoberdorf angesiedelt sein, mit zwei Zweigstellen in Biessenhofen und Obergünzburg. Daneben gibt es Repräsentanten mit ehrenamtlichen Ansprechpartnern in Kraftisried, Unterthingau, Stötten am Auerberg, Bidingen, Aitrang und Ruderatshofen, sowie in Ronsberg, Untrasried und Günzach. Als Geschäftsführer der neuen gGmbH wurde der Geschäftsführer der bisherigen Volkshochschule Biessenhofen, Friedel Wegner, bestellt.

Abschließend betonte Obergünzburgs erster Bürgermeister Lars Leveringhaus nochmals die Vorteile dieser Gesellschaft mit gemeinsamer, regionaler Abdeckung: „Für zukünftige Förderung von Volkshochschulen ist eine kritische Größe notwendig, die wir durch den Zusammenschluss erreichen. Durch die Zusammenlegung wird die Erwachsenenbildung in der Region gestärkt und das Angebot der Volkshochschulen aufgewertet“. Die anwesenden Vertreter der Verbandsgemeinde stimmten einstimmig für die Beteiligung an der neuen gGmbH.

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Landsberg: Inzidenz nur noch knapp über 100
Corona im Landkreis Landsberg: Inzidenz nur noch knapp über 100
Bundes-Notbremse: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern
Bundes-Notbremse: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz von 144 und aktuell etwa 697 Corona-Infizierte
Corona im Landkreis FFB: Inzidenz von 144 und aktuell etwa 697 Corona-Infizierte
Corona-Ticker Oberallgäu: Aktuelle Inzidenzwerte und Meldungen
Corona-Ticker Oberallgäu: Aktuelle Inzidenzwerte und Meldungen

Kommentare