Mit Zuversicht im Blick

Traditionell begrüßen die Vertreter des öffentlichen Lebens der Stadt Kaufbeuren auf dem Fliegerhorstgelände gemeinsam mit den Soldaten der Technischen Schule der Luftwaffe das neue Jahr im Rahmen eines feierlichen Empfangs. Die Parole von Oberbürgermeister Stefan Bosse lautet für dieses Jahr “Zuversicht”. Oberst Richard Drexl unterstrich die enge Verbundenheit von Stadt und Standort, was demnächst anhand eines Brunnens und eines Erlebnispfades auch optisch zum Ausdruck kommen soll.

“Die technische Schule der Luftwaffe 1 ist die größte und modernste technische Schule der Luftwaffe, wahrscheinlich sogar der ganzen Bundeswehr, mit einer hervorragenden und stabilen Auftragslage”, gibt sich Oberst Richard Drexl mit Blick auf die allerorts propagierte Finanzkrise selbstbewusst. Im vergangenen Jahr wurden am Standort Kaufbeuren neue Strukturen mit flacheren Hierachien eingeführt, wodurch rund 100 Dienstposten eingespart wurden, was in etwa jeder siebten Stelle entspricht. Die Bedeutung des Fliegerhorstes und seiner Beschäftigten sei für die Region noch immer deutlich spürbar, meint Drexl. So gebe der Standort jährlich rund neun Millionen Euro für Sachzwecke aus, in Baumaßnahmen werden bis zu sechs Millionen Euro investiert und die jährliche Lohnsumme liegt bei 40 Millionen Euro. Bei der Weihnachtsfeier für Senioren, der Aktion “Urlaub ohne Koffer” und auf dem Weihnachtsmarkt sind die Soldaten traditionell aktiv. Gemeinsam mit der Stadt soll jetzt ein “Erlebnispfad” angelegt werden. Ein Brunnen am Eingang zur Fußgängerzone ist bereits seit längerem geplant. OB Bosse nutzte seine Rede auf dem Podium vor den knapp 350 Gästen, um für Kaufbeuren zu werben. So liege die Verschuldung mit 31 Millionen Euro so niedrig wie zuletzt vor über 20 Jahren. Besonders im Bereich der Wirtschaftsförderung habe man im vergangenen Jahr zahlreiche Erfolge verbuchen können. Den nun anstehenden Rahmenbedingungen, wie sinkenden Gewerbesteuer- und Einkommensteuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Sozialkosten, will sich Kaufbeuren tapfer entgegenstellen. Innerhalb von vier Jahren will Bosse über 40 Millionen Euro investieren, wobei die Ausgaben am Klinikum nicht eingerechnet sind. Aufgrund der schwierigen Finanzsituation allgemein werde es bei manchen Vorhaben höhere Fördersätze von Land und Bund geben; diese wolle die Stadt nach Möglichkeit mitnehmen. Die bereits geplanten städtischen Projekte will Bosse nach eigenem Bekunden fortsetzen und bei Bedarf neue Vorhaben in Angriff nehmen.

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