Echte Microsoft-Mitarbeiter rufen nicht ohne Aufforderung an

Zwei Senioren durchschauen die Betrugsversuche

Während der Corona-Pandemie haben Betrugsversuche am Telefon Hochkonjunktur. Polizei sowie Präventionsräte versuchen, vor allem ältere Menschen über diese Maschen aufzuklären.
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Symbolfoto

Buchloe/Germaringen – Lob von der Polizei bekamen zwei Männer aus dem Landkreis. Beide erkannten einen Betrugsversuch, mit dem sie um ihr Geld gebracht werden sollten. Bei einem 65-Jährigen rief ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter an und wollte Zugriff auf dessen PC. Einem Rentner wurden 39.000 Euro Gewinnauszahlung versprochen. Das berichtet nun die Polizei.

Richtig reagiert hat ein 65-jähriger Mann aus Buchloe, als er von einem angeblichen Mitarbeiter von der Firma Microsoft angerufen wurde. Laut Polizei erklärte ihm der Anrufer, dass er Viren auf seinem Computer habe, er ihm jedoch helfen würde, diese wieder los zu werden.

Dazu solle der Angerufene online Zugang zu seinem PC gewähren. Der Buchloer hatte jedoch von dieser Art von Betrug schon gehört und einfach aufgelegt, berichtet die Polizei.

Bekannte Betrugsmasche

In derartigen Fällen versuchen die Betrüger, den Angerufenen zu einer Zahlung für die Behebung eines nicht vorhandenen Problems mit Ihrem Gerät oder Ihrer Software zu bewegen oder sie versuchen, persönliche oder finanzielle Informationen zu stehlen. Denn so gelingt es den Verbrechern auch ins Online-Banking einzudringen.

Wenn der Angerufene zulässt, dass der „Mitarbeiter“ auf den Computer zugreifen kann, wird häufig Schadsoftware installiert, mit dem sogar ein weiteres Ausspähen möglich ist.

Die Firma Microsoft würde niemals von sich aus bei einem Computernutzer anrufen. Daran kann ein Betrugsversuch erkannt werden.

Auf Gewinnversprechen nicht hereingefallen

Am Montagnachmittag erhielt ein 80-jähriger Rentner einen Anruf, bei dem ihm mitgeteilt wurde, dass er 39.000 Euro gewonnen hätte. Man würde sich am Folgetag nochmal melden und die Bezahlung der Gewinnauszahlungsgebühr in Höhe von 900 Euro zu regeln, lautet es im Polizeibericht.

Der Mann aus Germaringen hatte zum einen bei keinem Gewinnspiel mitgemacht und zum anderen schon von dieser Betrugsmasche gehört. Deshalb zeigte er den Versuch bei der Polizei an. Selbstverständlich hätte der Mann keinen Cent bekommen, sondern nur 900 Euro verloren, betont die Polizei.

Für einen Gewinn muss nichts gezahlt werden

Die Beamten warnen immer wieder davor, bei versprochenen Gewinnen irgendeine Gebühr im Vorhinein zu bezahlen. Wer sich unsicher ist, sollte sich auf jeden Fall im Vorfeld bei seiner Polizeiinspektion einen Rat einholen.

kb

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