Gebietsentwickler Christian Türcke über Subway und die Pläne fürs Allgäu

"Der Drive muss da sein"

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Gibt es bald wieder ein Subway-Restaurant in Kaufbeuren? Wenn es nach Christian Türcke geht: Ja.

Kaufbeuren/Allgäu – Wenn es nach Christian Türcke geht, wird das Sandwich im Allgäu bald einen höheren Stellenwert auf dem Speiseplan einnehmen.

Denn Türcke ist Leiter der Gebietsentwicklung in Bayern für die Fastfood-Kette Subway und weiß: Die aktuell zwei Restaurants in Memmingen und Kempten sind für die Region nicht genug, „da gibt es noch eine Menge Entwicklungspotenzial“. Deshalb sucht Subway derzeit in und rund um Kaufbeuren neue Restaurant-Standorte und Franchise-Partner. Im Gespräch mit dem Kreisboten erzählt Türcke, wie er selbst zu Subway, der derzeit weltweit größten Fastfood-Kette, gekommen ist und warum er – trotz eines bereits gescheiterten Versuchs mit einem Subway-Restaurant in Kaufbeuren – an den hiesigen Erfolg der Marke glaubt. 

Christian Türcke betreut aktuell in Bayern etwa 100 Franchise-Nehmer, ist zudem für die Gebiete Österreich und Südtirol zuständig. Er selbst hat seine Karriere allerdings in einem ganz anderen Bereich gestartet. Nach dem Abi im Jahr 1990 startete Türcke in der Software-Branche durch, ging für ein Jahr nach Florida und lernte dort die Sandwiches von Subway schätzen. „In dem kleinen Ort, in dem ich gewohnt habe, gab es nicht viel – aber ein Subway-Restaurant. Ich habe dort oft gegessen und mich immer gefragt, warum es das bei uns nicht gibt“, so Türcke. 

Er mochte das Konzept von Subway, die Speisen frisch vor den Augen des Kunden zuzubereiten. Obwohl er als Programmierer zurück in Deutschland 15 Mitarbeiter beschäftigte, ließ ihn die Idee, Subway nach Deutschland zu bringen, nicht los. 1997 kam es zu ersten Gesprächen mit der Firmenzentrale in Milford, Connecticut (USA), 1998 erhielt Türcke die Lizenz für das Subway-Konzept in Deutschland. 

Erneut ging Türcke in die Staaten – diesmal aber nicht in Sachen EDV, sondern um sich für Subway weiter zu bilden. 1999 wurde in Berlin das erste deutsche Restaurant der Kette eröffnet, 2000 folgte Türcke mit dem deutschlandweit zweiten Restaurant in München. Heute ist Subway in Deutschland mit über 580 Filialen vertreten. 

"Großes Potenzial

Aktuell ist der Leiter der Gebietsentwicklung in Kaufbeuren und dem Umland unterwegs, um neue Standorte – und auch Franchise-Nehmer – im Allgäu zu finden. „Wichtig für unsere Standorte sind Frequenz, Sichtbarkeit und Erreichbarkeit. In Schwaben sehe ich vor allem im Ober- und Ostallgäu großes mögliches Potenzial, etwa in Füssen, Sonthofen, Immenstadt und Marktoberdorf. Besonders interessant sind für uns auch die Ballungsgebiete rund um Kempten und Kaufbeuren“, betont Türcke gegenüber dem Kreisboten

Derzeit verfügt das Allgäu über Restaurants in Kempten und Memmingen. „Wir können Filialen von 15 bis 300 Quadratmetern umsetzen. Wichtig für unser Konzept ist, dass wir zum täglichen Leben der Menschen gehören wollen. Aus diesem Grund gewinnen die sogenannten non-traditional Standorte, beispielsweise eingegliedert in Tankstellen, Bürogebäude, Bahnhöfe oder Universitäten für uns besonders an Bedeutung“, so Türcke. 

Kaufmännisches Grundgespür und die Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen – das sollten wiederum die neuen Franchise-Partner mitbringen. „Es gibt einen immer stärkeren Trend, nicht für andere, sondern für den eigenen Geldbeutel zu arbeiten“, ist sich Türcke sicher. 

Dies sei bei Subway möglich – „trotzdem ist der Franchisepartner Teil der Kette, übernimmt die Richtlinien unseres Konzepts wie die Ladeneinrichtung oder die Speisenauswahl und wird von uns in vielerlei Hinsicht beraten, zum Beispiel bei Werbung oder Unternehmensführung. Der Franchise-Nehmer kann aus der Gastronomie kommen, muss es aber nicht“, erinnert sich Türcke an seinen eigenen Quereinstieg vor rund 17 Jahren: „Wichtig ist, dass der Drive da ist“. 

Dass es in Kaufbeuren vor wenigen Jahren bereits ein Subway-Restaurant gab, das jedoch bald wieder die Pforten schloss, schreckt Türcke nicht ab. „Der Erfolg jedes Restaurants beruht auf einem Zusammenspiel von Standort, Partner und Unternehmen. Das funktioniert natürlich nicht ausnahmslos“. Dass die Kunden ein Kaufbeurer Subway-Restaurant annehmen, da ist er sich sicher, schließlich hat Türcke selbst nach so vielen Jahren, die er für das Unternehmen arbeitet, immer noch richtig Appetit auf Subway: „Mein Lieblingssandwich ist das Chicken Teriaki“, so Türcke. von Michaela Frisch

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