„Zweites Wohnzimmer der Stadt“

Stadtbücherei Marktoberdorf nach Sanierung wieder eröffnet

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Neu in der Stadtbücherei ist der Makerspace „machbarMOD“: Hier können kleine und große Besucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Marktoberdorf – Ihr modernes Gesicht zeigt die wiedereröffnete Stadtbücherei Marktoberdorf nach den Sanierungsarbeiten: Mit innovativen Angeboten wie „machbarMOD“, einem Kooperationsprojekt von vhs und Stadtbücherei, lädt die Einrichtung zum Entdecken und Verweilen ein. Als Hotspot, konsumfreier Ort und „zweites Wohnzimmer der Stadt“ soll die Bücherei wahrgenommen und genutzt werden.

Modernste Angebote: Makerspace und mehr

Dass Büchereien längst keine reinen Aufbewahrungsorte mehr sind, kann Carmen Wittmann als Leiterin der Bibliothek bestätigen. In Zeiten des digitalen Wandels gelte es, sich neu und zukunftsfähig aufzustellen. Als erste Bücherei im Allgäu bietet die Stadtbücherei mit dem Makerspace „machbarMOD“ einen Bereich zum Selbermachen und Ausprobieren an – hier finden Maker-Workshops zu Themen wie Programmierung, Roboter, Do-it-yourself und mehr statt. Zwischen Upcycling und Buchkunst, neuesten Technologien, Faszination VR-Brille, 3D-Druck und Co. gibt es einiges zu Entdecken. Als „Ort der Begegnung“ setzt Wittmann auf eine hohe Aufenthaltsqualität und Wohlfühlatmosphäre.

Auch für Architektin Heidi Geyrhalter-Sirch ist es wichtig, einen „dritten Ort“ zu schaffen, der einen Treffpunkt für jung und alt darstellt und niedrigschwellige Begegnungen ermöglicht.

Räumlichkeiten gut angenommen

Die offenen Räumlichkeiten mit Wohnzimmer-Flair laden zum Stöbern und Verweilen ein.

Vor 36 Jahren war die Stadtbücherei in den 70 Jahre alten Gebäudetrakt des heutigen Rathauses eingezogen. Im Zuge der Sanierung wurden vor allem Brandschutz und Elektro-/EDV-Installation nachgerüstet. Ihre konzeptionelle Neuausrichtung entwickelt die Bibliothek dabei stetig weiter. Beliebte Angebote wie zum Beispiel Freegal Music, ein kostenloser Musikstreamingdienst für alle Nutzer, werden gut genutzt. Auch die Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule und Bücherei soll weiter ausgebaut werden, denn das Fernziel ist die Zusammenführung beider Bildungseinrichtungen unter einem Dach. Ob Schülercenter, Kinderecke oder Lesecafé: Die offenen Räumlichkeiten mit Wohnzimmer-Flair laden zum Stöbern und Verweilen ein. „Jeder soll sich hier willkommen fühlen“, sagt Wittmann. Mit rund 80.000 Besuchern im letzten Jahr konnte sogar eine Steigerung verzeichnet werden. Die Bibliothek sei ein lebendiger Ort – „und die Räume werden so angenommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, freut sich Wittmann auch künftig auf viele Besucher, die in ihrem „zweiten Wohnzimmer“ ein und ausgehen.

von Mahi Kola

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